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Lade-Netzwerk für neue E-Scooter

Akku selbst tauschen an 20 Standorten

Münster

Selbst ist der E-Scooter-Fahrer: Tier hat die vierte Generation seines E-Tretrollers inklusive Blinker und einer neuen Ladelösung vorgestellt. Kunden können den Akku selbst tauschen und sich eine Freifahrt verdienen. Münster nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein.

Pjer Biederstädt

Mikromobilitätsanbieter Tier hat seinen neuen E-Scooter samt neuer Ladeinfrastruktur vorgestellt. „Münster ist die  erste Stadt, in der wir in Deutschland unsere elektrische Revolution zur Verbesserung innerstädtischer Mobilität starten“, sagte Philip Reinckens (l.), Deutschlandchef von Tier. Foto: Matthias Ahlke

Der E-Scooter-Anbieter Tier hat am Dienstag in Münster die vierte Generation seines E-Tretrollers inklusive Blinker und neuer Ladelösung vorgestellt. In Zukunft können Kunden den Akku, der nicht wie bisher in das Trittbrett eingelassen, sondern zwischen Lenkstange und dem Fahrer angebracht ist, selbst tauschen und sich so eine zehnminütige Freifahrt verdienen.

„Münster ist die erste Stadt in Deutschland, in der das neue Ladestationen-Netzwerk ausgerollt wird“, sagt Tier-Deutschlandchef Philip Reinckens. Für die neue Wechseltechnologie hat Tier in Münster bisher ein Ladenetz mit 20 Standorten in Geschäften aufgebaut, die man in der Tier-App findet. Bisher kooperieren 16 Partner mit Tier – darunter große wie etwa McDonald‘s oder die Westfalen AG, aber auch kleine wie der Hafenkiosk am Hansaring. „Es werden noch weitere Standorte dazukommen“, verspricht Reinckens. Eigentlich sollte das neue System bereits nutzbar sein, doch die Corona-Pandemie verzögere den Start, weil die Geschäfte, in denen die Ladesäulen stehen, im Lockdown zumeist geschlossen hätten. Man peile den Start nun für Mitte Januar an, so Reinckens.

Die PowerBox ist ein Ladegerät, mit dem Nutzer leere Batterien durch geladene ersetzen können. Foto: Tier Mobility

Freiminuten für den Akku-Tausch

Bislang fahren Tier-Mitarbeiter mit E-Fahrzeugen oder Cargobikes durch die Stadt, um die leeren Akkus auszutauschen. Weil nun ein Teil des Tauschs vom Kunden erledigt werde, könne das Unternehmen die Personalkosten für das Aufladen und den städtischen Verkehr senken, erklärt Reinckens. Außerdem werde das Angebot attraktiver, weil es für das Tauschen, das über die App abgewickelt wird, zehn Freiminuten gebe.

Künftig können Kunden den Akku selbst tauschen und sich eine zehnminütige Freifahrt verdienen. Foto: Tier Mobility

Die neuen Batterien wögen mit sechs Kilogramm zwar ein Drittel mehr als die Vorgängerversion, aber die Akkulaufzeit sei verdoppelt worden. In den Ladesäulen dauert das Aufladen der Akkus nach Hersteller-Angaben drei Stunden. Deutschlandweit sei Tier der erste Anbieter, der mit Blinkern an den Rollern für mehr Sicherheit sorge, so Reinckens.

Die Tier-Flotte in Münster besteht aus 2000 E-Scootern. Neben Tier betreibt mit Lime ein zweiter Anbieter einen E-Tretroller-Verleih.

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