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90 Jahre Kleingartenverein Mühlenfeld

Alle gemeinsam für ein grünes Paradies

Münster

Auch wenn die Kleingärtnerei in Pandemiejahren regen Zulauf erhalten hat: Dass ein Kleingartenverein 90. Geburtstag feiern kann, kommt nicht alle Tage vor. Im Mühlenfeld verrieten die Verantwortlichen am Samstag schon mit der Gestaltung der Feier einiges von ihrem Erfolgsgeheimnis.

-hpe-

Dr. Dietmar Erber, Maria Winkel und Frank Wächter (v.l.) schauen Holzbildhauer Tobias Wächter über die Schulter. Foto: hpe

Ehrgeiz, Kreativität und Engagement in der Gemeinschaft sind in dem kleinen, grünen Paradies unweit des Kreuzviertels zwischen der Münsterschen Aa und der Gartenstraße von Anfang an die Garanten für den Erfolg. Am Samstag feiern die 43 Kleingärtner-Familien des Mühlenfeldes am Lublinring ihr 90-jähriges Bestehen, und im Mittelpunkt steht das künstlerische Gestalten.

Holzbildhauer Tobias Wächter schnitzt mit seiner Kettensäge aus zwei mächtigen Baumstämmen Figuren. Eine Ergänzung zur Skulptur „Tagebuch aus Stein“, mit der der britische Künstler und das Mühlenfeld-Ehrenmitglied Jeremy Deller schon 2007 in der Kleingartenanlage Mühlenfeld für Aufmerksamkeit weit über Münster hinaus sorgte.

Durchweg nachhaltiges Konzept

„Nachhaltigkeit wird bei uns groß geschrieben“, so Vorsitzender Frank Wächter Die Sonnenenergie wird schon lange für die Solar-Beleuchtung genutzt, auch duschen kann man inzwischen mit Sonnenstrom. „Es gibt keinen Garten ohne Kompost, unsere Ernte wird selbst verzehrt und verarbeitet“, so Wächter. Und wer vom Ernteglück besonders reich beschert wird, legt Zucchinis oder Gurken einfach vor sein Gartentor auf den Hauptweg. Zur Freude der Nachbarn oder Besucher.

Gemeinsamkeit ist Trumpf auch bei ehrgeizigen Projekten. Knapp 90 000 Euro sind jüngst in Eigenregie erwirtschaftet worden, damit Strom- und Gießwasserleitungen mit Hilfe der Firma RM Rohrleitungsbau erneuert werden konnten. „Hier packen alle mit an, und wir sind froh, den Generationswechsel geschafft zu haben“, so Wächter.

Gelungener Generationswechsel

Inzwischen haben junge Familien die Gärten der Alten übernommen, trotzdem ist die Warteliste für ein freies Plätzen in der zentral gelegenen Anlage groß.

Frei nach dem Motto „Gut grün und grab um“ begrüßt Wächter zum Jubiläumsfest mit echter Thüringer Rostbratwürstchen, die er höchstpersönlich aus seiner ehemaligen Heimatstadt Mühlenhausen abgeholt hat, die Ehrengäste. Darunter auch Bürgermeisterin Maria Winkel (SPD) und CDU-Ratsherr Dr. Dietmar Erber, die sich für das grüne Bürger-Engagement bedanken.

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