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Gemeinsame Strategie

Allwetterzoo und Fachhochschule planen Offensive im Digitalen

Münster

Der Allwetterzoo will digitaler werden und bekommt dafür Hilfe von der Fachhochschule Münster. Schon in einigen Jahren soll der gesamte Zoobesuch von zu Hause vorgeplant werden können.

Jan Ruch, Kommunikations- und Marketingleiter beim Allwetterzoo Münster, berichtet von der großen Digitalisierungsoffensive. Foto: FH Münster/Katharina Kipp

Der Allwetterzoo plant laut Pressemitteilung eine große Digitalisierungsoffensive in allen Bereichen. Dafür suchte sich das Team Unterstützung beim Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD) der Fachhochschule Münster. Dort erarbeiteten Prof. Dr. Ralf Ziegenbein und David Sossna gemeinsam mit dem Zoo eine Digitalisierungsstrategie.

Die Ziele des Zoos sind konkret: „In fünf Jahren können die Besucherinnen und Besucher ihren kompletten Zoobesuch von zu Hause aus vorplanen, einen Parkplatz reservieren und das Ticket buchen. Man fährt dann nur noch zum Zoo, hält die App vor einen Scanner und geht durch das Drehkreuz“, erklärt Jan Ruch, Kommunikations- und Marketingleiter.

Im Zoo selbst geht es digital weiter: Eine App hilft bei der Orientierung, liefert zusätzliche Infos und kann im Restaurant nicht nur einen Tisch buchen, man kann auch mit ihr bezahlen.

Prof. Dr. Ralf Ziegenbein hat mit David Sossna und dem Allerwetterzoo Münster eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet. Foto: FH Münster/MSB

„Wir haben zunächst einen Digitalisierungsworkshop veranstaltet und dabei evaluiert, wie genau kleine und niedrigschwellige Lösungen aussehen können“, sagt Ziegenbein. Der Zoo gründete dafür eigens eine Digitalisierungsgruppe, Ziegenbein und Sossna steckten mehrere Tage Arbeit in das Vorhaben.

Im zweiten Schritt führte Ziegenbein gemeinsam mit Prof. Dr. Carsten Feldmann und Teresa Vargas, ebenfalls IPD-Mitglieder, einen Workshop zum Thema Internet of Things mit dem Zoo-Team durch.

Von heute auf morgen geht das nicht

Und einiges setzt der Zoo jetzt tatsächlich um: Ein Konzept für den Online-Verkauf von Tickets sowie ein rudimentäres Warenwirtschaftssystem werden aktuell entwickelt und eingeführt, dafür die Schnittstellen an den Kassen angepasst.

Noch im Prozess befinden sich außerdem weitere Themen, darunter ein neues Customer-Relationship-Management-System (CRM), digitale Urlaubsanträge und Personaleinsatzplanung. „Einen kompletten Zoo digitalisiert man nicht mal eben von heute auf morgen. Aber mit guter Planung ist einiges sicherlich zeitnah umsetzbar“, so Ziegenbein.

Projekte wie dieses setzen er und das IPD-Team immer wieder um. „Uns ist es sehr wichtig, dass wir uns intensiv bei Unternehmen und Organisationen in der Region engagieren.“

Ein besonderes Highlight im Zoo werden laut Mitteilung digitale Elemente in der Meranti-Halle sein, die derzeit gebaut wird. Einige Inhalte sollen mit Hilfe von Augmented Reality, einer sozusagen digital erweiterten Realität, in einer Zoo-App aufbereitet und so für die Besucher erlebbarer werden.

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