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Denkmalschutz-Stiftung stellt 100 000 Euro für Dominikanerkirche bereit

Altarsanierung wird gefördert

Münster

Finanzspritze: Die Denkmalschutz-Stiftung stellt 100 000 Euro zur Altarsanierung in der Dominikanerkirche bereit. Wofür das Geld verwendet werden soll, steht auch schon fest.

wn

Für die Sanierung des Altars in der Dominikanerkirche stellt die Stiftung Denkmalschutz 100 000 Euro zur Verfügung. Foto: Karin Gehrmann

Dank einer zweckgebundenen Nachlassspende stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Altarrestaurierung der Dominikanerkirche in Münster einen Fördervertrag über 100 000 Euro bereit. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Mit dem Geld kann die Fassung des Altars notgesichert, konserviert, restauriert und dokumentiert werden. Das barocke Kirchengebäude an der Salzstraße gehört zu den über 470 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von West-Lotto aus der Lotterie Glücks-Spirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Wechselvolle Geschichte

Die von dem fürstbischöflichen Architekten Lambert von Corfey im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts erbaute Klosterkirche des 1811 aufgehobenen Dominikanerkonvents diente nach wechselvoller Geschichte von 1974 bis 2017 als Universitätskirche. Nach Profanierung, Leerstand und eingeschränkter Veranstaltungsnutzung schenkte der Künstler Gerhard Richter der Stadt sein für die Dominikanerkirche geschaffenes Kunstwerk „Zwei graue Doppelspiegel für ein Pendel“. Es wurde im Frühjahr 2018 installiert und bewirkte, dass die Kirche künftig kontinuierlich als Kunst- und Veranstaltungsort genutzt werden soll.

Der kunsthistorisch bedeutende barocke Hochaltar kam 1903 aus Paderborn. Ihn hatte zwischen 1698 und 1708 der Bildschnitzer Heinrich Gröne geschaffen. Den zweigeschossigen Altaraufbau schmücken Gemälde von Georg Christian Brüll. Im Hauptfeld ist die Himmelfahrt Mariens thematisiert, im Auszug die Dreifaltigkeit und die flankierenden Schnitzfiguren, heißt es weiter.

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