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UKM-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Altern mit allen Sinnen: Frühe Diagnostik ist wichtig

Münster

Auch im Alter richtig hören und sehen: Die UKM-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde hat dazu den Aktionstag „Tag der Sinne“ veranstaltet. Im Mittelpunkt stand, wie frühe Diagnostik und Therapie den Sinnen helfen können. 

Beim „Tag der Sinne“ der UKM-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ging es darum, wie man mit den Sinnen gut altern könne. Foto: picture alliance/dpa | Helen Ahmad

In Deutschland gibt es rund 15 Millionen Schwerhörige. In der Altersgruppe der 50- bis 60-Jährigen leidet etwa jeder Fünfte daran. Und circa 3,1 Millionen Deutsche tragen ein Hörgerät.

Mit diesen Fakten leitete Dr. Bianca Krämer, Oberärztin in der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Münster (UKM), am Mittwoch den „Tag der Sinne“ ein. Dabei drehte sich im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Vorträgen von Medizinern der UKM-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde alles rund um das Hören, das Gleichgewicht, das Schmecken, Riechen und natürlich Sehen.

Bundesweite Aktionswoche

Anlass für den Aktionstag, bei dem die Experten auch für Gespräche bereit standen, ist die bundesweite Aktionswoche der Deutschen HNO-Gesellschaft und des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte zum Thema „Altern mit allen Sinnen – wie kann das gelingen?“. Diese läuft noch bis Samstag (8. Oktober).

Michaela Geng von der UKM-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (l.) organisierte den „Tag der Sinne“. Unter anderem hielten dabei Dr. Bianca Krämer und Dr. Christoph Spiekermann Vorträge. Foto: Simon Beckmann

Im Auditorium des LWL-Museums eröffnete Krämer den „Tag der Sinne“ mit einem Vortrag zum Thema „Gut Hören im Alter“. Dabei erklärte sie die Funktionen und die Komplexität des menschlichen Ohres und machte anhand dessen klar, dass die Hörfähigkeit an vielen Stellen auf dem Weg zum Gehirn beeinträchtigt werden könne. Ebenso ging die Oberärztin auf eine Studie ein, die dargelegt habe, dass es eine Verbindung zwischen Schwerhörigkeit und Persönlichkeitsveränderungen gebe. „Das Risiko, an Demenz zu erkranken, geht mit Hörverlust einher“, sagte Krämer, die ebenfalls appellierte, durch eine frühe Diagnostik und eine Therapie dem Sinnesschwund frühzeitig entgegenzuwirken.

Schwindel als häufiges Symptom

Schwindel samt Gang- und Standunsicherheit thematisierte Oberarzt Dr. Christoph Spiekermann. „Schwindel ist ein häufiges Symptom, das im Alter zunimmt, und oft ein Grund für eine ärztliche Konsultation“, sagte er. Die Ursachen für Schwindel seien mannigfaltig – der Ursprung könnte etwa im zentralen Nervensystem oder im Gleichgewichtssystem liegen, aber auch durch Nebenwirkungen bei Medikamenten ausgelöst werden.

„Es ist wichtig zu erkennen, welche Form des Schwindels vorliegt“, erläuterte Spiekermann. Als Lösungen gegen den Schwindel sprach er von Gleichgewichtstraining und Sturzprophylaxe.

In weiteren Vorträgen wurde beim „Tag der Sinne“ auch über das Schmecken, Riechen und Sehen referiert.

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