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Ratsbeschluss zur Theodor-Scheiwe-Straße

Am Kanal geht es weiter

Münster

Die Grundstückseigentümer wollen nicht verkaufen, aber die Stadt setzt ihre Neubauplanung für das Wohnquartier an der Theodor-Scheiwe-Straße fort. Im Rat gab es eine klare Mehrheit - aber auch deutliche Kritik.

Von Klaus Baumeister

Hier soll ein Wohngebiet entstehen. Foto: Matthias Ahlke

Die Stadt Münster setzt ihre Arbeit fort, die Gewerbegrundstücke an beiden Seiten der Theodor-Scheiwe-Straße am Kanal zu überplanen und perspektivisch an dem Standort ein Neubaugebiet mit 2000 Wohnungen zu schaffen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Rat in seiner Sitzung am Mittwochabend. Konkret geplant ist jetzt ein „städtebauliches Qualifizierungsverfahren“. Gegen dieses Vorgehen stimmten lediglich die FDP-Ratsfraktion und das Ratsbündnis Die Partei/ÖDP. Die Linke enthielt sich der Stimme.

Das Nein der FDP begründete der FDP-Ratsherr Bernd Mayweg damit, dass die städtische Planung unwiderruflich zu einer Enteignung der betreffenden Grundstückseigentümer führen werde. Diesen Weg wolle die FDP nicht mitgehen. Jüngst war bekannt geworden, dass die Eigentümer der beiden größten Flächen in dem Quartier keine Absicht haben, ihre Flächen zu verkaufen. Der Unternehmer Christian Cordes prozessiert sogar gegen die Stadt, weil er an der Theodor-Scheiwe-Straße expandieren möchte.

Die Ratsgruppe Die Partei/ÖDP stimmte zwar genauso wie die FDP, aber aus anderen Beweggründen. Insbesondere die wachstumskritische ÖDP lehnt seit Jahren die Ausweisung neuer Baugebiete wegen des damit verbundenen Flächenverbrauchs ab.

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