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Pandemie-Schutz im Schul-Verkehr

Andere Abfahrtszeiten und größere Busse

Münster

Der Unterricht an den Gymnasien in Münster startet seit einigen Tagen später. Übervolle Busse, gerade aus Umlandgemeinden, gab es jedoch auch weiterhin. Die Stadt stellt die Kapazitäten deshalb weiter auf den Prüfstand. 

wn

Die Stadt hat die Situation in den Schulbussen im Blick. Foto: imagoimages (Symbolbild)

Die Stadt  und die Verkehrsbetriebe haben seit Mittwoch beim Schulbusfahrplan in Corona-Zeiten nachgebessert. Seit über einer Woche beginnt der Unterricht an den Innenstadt-Gymnasien 30 Minuten später, damit die Busse gleichmäßiger ausgelastet werden können. Das wurde nicht überall erreicht. Leser unserer Zeitung aus Havixbeck oder Albachten  berichteten von weiter völlig überfüllten Bussen zu den späteren Abfahrtszeiten.  Durch die Stundenplanänderung haben sich nach Angaben der Stadtverwaltung für rund 3000 Fahrschüler die Abfahrtszeiten geändert.

Die kritischen „Hinweise von Eltern und Schulen nehmen wir ernst“, sagt Stadtdirektor Thomas Paal. „Wir sind mit den Verkehrsträgern im Gespräch und reagieren mit Anpassungen bei den Abfahrtszeiten. In Teilen wurden Kapazitäten noch einmal ausgeweitet.

Mehr Busse aus Albachten und Altenberge

Zwei Beispiele: Die Auswertung der Fahrgastzahlen der Linie 15 aus Albachten spiegelt einen verstärkten Bedarf. Daher entlastet derzeit ein Reservebus die Strecke in der kritischen Zeit zwischen 7.20 und 7.30 Uhr. Die Stadtwerke planen, eine Fahrt, die aktuell um 07.01 Uhr beginnt, so zu verschieben, dass zu dieser Zeit mehr Kapazität zur Verfügung steht.

Änderungen bei den Linien 15 und 4

Ab Donnerstag (19. November) passen die Stadtwerke zwei Fahrten auf der Linie 15 von Albachten und der Linie 4 im Bereich Schifffahrter Damm an. Aufgrund der Verschiebung der Schulzeiten verbessern diese Änderungen die Auslastung der Busse.

Eine zusätzliche Fahrt bieten die Stadtwerke auf der Linie 4 an. Diese beginnt um 7.49 Uhr an der Haltestelle An der Alten Ziegelei und fährt über Schifffahrter Damm, Ostmarkstraße und Bohlweg bis Hauptbahnhof.

Auf der Linie 15 verschieben die Stadtwerke eine Fahrt, die bisher um 7.01 Uhr am Bahnhof in Albachten startet und nach der Änderung der Schulanfangszeiten nur noch wenig genutzt wird. Sie fährt nun stattdessen um 7.33 Uhr, so dass sie genau zwischen den regulären Bussen um 7.23 und 7.43 Uhr fährt.

Mehr Flexibilität gibt es auch aus Richtung Altenberge. Seit Mittwoch hat der  Betreiber Veelker die Linie 177  –  sie bindet auch Häger mit ein –  um 30 Minuten nach hinten verschoben. Ein Gelenkbus übernimmt seit Wochenanfang die Standardlinie um 7.28 Uhr ab Altenberge/Münsterstraße und hält somit mehr Platz vor. Die Schulen werden über solche ergänzenden Dienste umgehend in Kenntnis gesetzt, damit sie die Schülerinnen und Schüler informieren können, so die Stadt.

Klaus Ehling, Leiter des Amtes für Schule und Weiterbildung

Den Hinweisen auf Probleme in den ersten Tagen zu einzelnen Linien steht aus Sicht der Stadtwerke durchaus auch eine positive Bilanz gegenüber. So hat sich die Auslastung in den Stadtbussen, die am Hauptbahnhof bisher im kurzen Zeitraum zwischen 7.15 und 7.30 Uhr am höchsten war, entzerrt und die Fahrgäste sich auf einen längeren Zeitraum bis etwa 8 Uhr verteilt

Den Hinweisen auf Probleme in den ersten Tagen zu einzelnen Linien steht aus Sicht der Stadtwerke durchaus auch eine positive Bilanz gegenüber. So habe sich die Auslastung in den Stadtbussen, die am Hauptbahnhof bisher im kurzen Zeitraum zwischen 7.15 und 7.30 Uhr am höchsten war, entzerrt. Klaus Ehling, Leiter des städtischen Schulamtes, betont, dass es das Ziel sei, übervolle Busse zu vermeiden. Das bedeute aber nicht, dass in den Bussen bisweilen nicht auch Stehplätze in Anspruch genommen werden müssten.

Auslastung der Busse auf dem Prüfstand

Das städtische Schulamt will in enger Abstimmung mit Stadtwerken und Regionalbusunternehmen die Auslastung der Busse weiter auf den Prüfstand stellen. Anfang Dezember soll die Lage neu bewertet werden.

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