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Vermisste mexikanische Studenten

Angehörige demonstrieren in Münster

Münster

„Stoppt die deutsche Unterstützung für den Staatsterror in Mexiko – Solidarität mit den Eltern und Studierenden aus Ayotzinapa (Mexiko)“: Unter diesem Motto protestierte am Freitagabend eine Delegation aus Eltern und Kommilitonen der 43 vermissten Studenten aus Mexiko in Münster. Sie forderten einen Stopp der Unterstützung der mexikanischen Regierung durch die deutsche Politik. Ihr Wunsch: die Rückkehr ihrer Freunde und Familienmitglieder.

Marc Brenzel

Angehörige und Kommilitonen der 43 vermissten mexikanischen Studenten protestierten am Freitag vor dem Stadthaus 1. Foto: mab

Das Verschwinden der 43 mexikanischen Studenten ist in dem mittelamerikanischen Land zu einem Symbol geworden. Seitens der mexikanischen Regierung heißt es, die Vermissten seien tot. Doch das wollen die Familien und Freunde der vermeintlichen Opfer nicht glauben. Sie halten das Drama von Ayotzinapa für eine von vielen Verstrickungen von Politik und Polizei mit dem organisierten Verbrechen.

Seit Mitte April bereist eine Delegation aus Familienangehörigen und Kommilitonen der Studenten Europa. Am Donnerstag kam sie nach Münster. Abgehalten wurde die Protestaktion am Stadthaus 1. Die Delegation äußerte Kritik an der deutschen Politik. Mit Waffenlieferungen und Ausbildung trage die Bundesregierung zur miserablen Lage in Mexiko bei. Mit ihrem öffentlichen Protest will die Delegation aus Mexiko ein Umdenken bewirken. Ebenso war es eines ihrer Anliegen, mehr Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Eltern und Kommilitonen der vermissten Studenten bezweifeln, dass die 43 Studenten tatsächlich tot sind.

Nach Norwegen, Schweden, Deutschland und Österreich geht es für die Gruppe weiter nach Italien, Spanien und in die Schweiz. Die Proteste in Deutschland organisiert Alerta, eine Lateinamerika-Gruppe aus Düsseldorf.

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