Verfahren um Tankstellenüberfall
Angeklagter belastet Freunde im Prozess
Münster
Drei Männer aus Coerde sollen – so heißt es in der Anklageschrift – eine Tankstelle überfallen haben. Der jüngste Angeklagte zeigte sich nun geständig – und belastete damit die anderen beiden Tatverdächtigen.
Beim Verfahrensauftakt musste ein Schöffe wegen möglicher Befangenheit ausgetauscht werden (wir berichteten). Am Dienstag wurde das Verfahren – drei Männer aus Coerde sollen eine Tankstelle in Münster überfallen haben – fortgesetzt.
Dabei räumte der Jüngste der drei 16, 23 und 29 Jahre alten Angeklagten nach Angaben eines Sprechers des Landgerichts die von der Staatsanwaltschaft geschilderten Tatvorwürfe ein und belastete damit die anderen beiden Männer.
Demnach hätten die drei Münsteraner die Tankstelle am 8. Februar gegen 21 Uhr überfallen. Während der Älteste des Trios Schmiere gestanden haben soll, sollen die anderen beiden den Kassierer dazu gebracht haben, die Kasse zu öffnen. Dabei hätten sie ihn mit einem Messer bedroht. Als der Versuch, den Tresor zu öffnen, gescheitert sei, seien die Angeklagten mit 600 Euro Bargeld geflüchtet.
Zwei Angeklagte geben sich ahnungslos
Andere Angaben zur vermeintlichen Tat machten der 23- und 29-Jährige. Sie behaupteten, dass sie nicht gewusst hätten, dass ihr Kumpel einen Überfall geplant hätte. Sie hätten das erst realisiert, als es zu spät gewesen wäre.
Fortgesetzt werden soll das Verfahren am 29. August mit Zeugenaussagen. Danach geht es mit Zusatzterminen am 9. und 30. September weiter.
Startseite