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Schloss-Sanierung

Anspruchsvollster Teil kommt jetzt

Münster

Vor knapp zwei Jahren hat die Sanierung des Schlosses in Münster begonnen. Nord- und Südflügel sind mittlerweile fertig. Jetzt wird der anspruchsvolle Mittelteil des Gebäudes saniert.

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Nachdem Nord- und Südflügel bereits saniert worden sind, ist jetzt der Mittelbau des Schlosses an der Reihe. Foto: Matthias Ahlke

Die Zeit hat am Schloss ihre Spuren hinterlassen. Deshalb kommt das Sanierungskonzept zum Einsatz, das der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) als Eigentümer gemeinsam mit der Denkmalpflege des Landschaftsverbandes, der Landschafts- und Baukultur in Westfalen sowie dem münsterischen Architekturbüro „Pfeiffer Ellermann Preckel“ in Abstimmung mit der Universität erarbeitet hat. Nord- und Südflügel sind bereits instandgesetzt, jetzt folgt mit dem Mittelbau der anspruchsvollste Teil.

  • Sanierung der Sandstein- und Ziegelfassade: Entfernung oder Sicherung von losem Stein, Ausbesserung großflächig abgeplatzter Stellen und Ersatz von beschädigten Ziegelsteinen; Instandsetzung und bei Bedarf Erneuerung von Mauerwerksfugen, Dach- und Kupferanschlüssen sowie Geländern.
  • Sanierung der Fenster: Die unter Denkmalschutz stehenden Fensterflügel werden etappenweise ausgebaut und in einer Tischlerwerkstatt aufgearbeitet. Dabei werden sie von altem Lack befreit, bei Bedarf repariert und neu gestrichen. Die Fensterrahmen werden an Ort und Stelle auf dieselbe Art restauriert. Für die Zeit der Restaurierung ziehen die vom Ausbau jeweils betroffenen Universitätsbeschäftigten in einen nahe gelegenen Bürocontainer.
  • Sockelsanierung: Abdichtung des Sockelmauerwerks und Sanierung der Lichtschächte.

Darüber hinaus steht die Restaurierung der Goldverzierungen an der Fassade und auf dem Dach des Mittelbaus an. Dazu gehören zum Beispiel die Engelsposaune, die Wetterfahne und die goldenen Buchstaben. Auch die Sanierung der Natursteinfassade erfordert besondere Fachkenntnisse und Fingerspitzengefühl, wie es heißt. In Handarbeit reinigen Fachleute die vielen Steinornamente, Wappen und Verzierungen und bessern sie bei Bedarf aus – „in Anbetracht der Größe des Schlosses eine gewaltige Aufgabe“, meint BLB-Niederlassungsleiter Markus Vieth.

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