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Antenne-Münster-Aktion „Münster sieht gelb“

Appell geht auch an Radfahrer

Münster

Über 2500 Erstklässler wurden in dieser Woche in Münster eingeschult. Die meisten kennen sich noch nicht so gut im Straßenverkehr aus. Die Aktion „Münster sieht gelb“ erinnert daran, in diesen Tagen besonders vorsichtig zu sein.

Joel Hunold

Schüler der Martini-Schule Foto: Joel Hunold

Seit 2005 verteilt der lokale Radiosender „Antenne Münster“ zu Beginn jedes Schuljahres gelbe Kappen an alle Erstklässler. So auch in diesem Jahr: Den 2500 Schulanfängern wurde die auffällige Kopfbedeckung im Rahmen der Aktion „Münster sieht gelb“ bereits im Vorfeld ausgehändigt. Die Idee dahinter: Alle Münsteraner daran erinnern, dass seit dieser Woche täglich Tausende neue Verkehrsteilnehmer in den Straßen unterwegs sind, die sich im Verkehr noch nicht sicher bewegen können. Viele Kinder müssen etwa den neuen Schulweg noch lernen. Die gelben Kappen sind dabei eine Art Warnsignal, dass hier Verkehrsanfänger unterwegs sind und besondere Vorsicht gelten sollte.

„Letztendlich geht es um die Beachtung von Regeln und wechselseitige Rücksichtnahme“, sagte Antenne- Münster-Marketingleiter Norbert Krois. Gerade jetzt sollten alle Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig fahren.

Gefahr geht auch von Radfahrern aus

„Autofahrer müssen lernen, dass Kinder und Ältere die schutzlosesten Verkehrsteilnehmer sind“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe, der Schirmherr der Aktion ist. Doch Lewe betonte auch die Verantwortung der vielen Fahrradfahrer in Münster. „Ein Fahrradunfall, bei dem ein kleines Kind angefahren wird, ist nicht schön und kann im schlimmsten Fall enden wie manche Autounfälle.“ Gerade die elektrisch betriebenen Fahrräder haben laut Lewe zu größeren Geschwindigkeiten geführt, weshalb er an die Fahrradfahrer appelliert, ebenso rücksichtsvoll zu sein. „Im Verkehr zu versagen, kann manchmal einmalig sein.“

Gemeinsam mit der Polizei händigten Schüler der Martini-Schule, wo die diesjährige Aktion „Münster sieht gelb“ am Freitag vorgestellt wurde, vorbeifahrenden Autofahrern wahlweise Dank- oder Denkzettel aus. Mittels eines mobilen Messgeräts wurde auf der Lotharingerstraße neben der Martini-Schule die Geschwindigkeit gemessen. Rücksichtsvollen Fahrern, die sich an die dortige Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten, bekamen Dankzettel.

Erster Denkzettel nach wenigen Minuten

Doch nach wenigen Minuten mussten die Kappe-tragenden Kinder einem Autofahrer auch einen Denkzettel verpassen – statt der erlaubten 30 Kilometer pro Stunde war er mit mehr als 40 Kilometern pro Stunde unterwegs.

Weitere gemeinsame Geschwindigkeitskontrollen von Kindern und Polizei sind in den kommenden Tagen unter anderem an der Paul-Schneider-Schule Kinderhaus und an der Mosaik-Schule Gievenbeck geplant.

Neben Antenne Münster wird die Aktion „Münster sieht gelb“ von Brillux, den Stadtwerken, Dekra, der münsterischen Polizei und dem Schulamt unterstützt.

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