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Arbeitsteilung der Parteien neu geregelt

Münster

Die CDU stellt im Hauptausschuss einen Ratsantrag zur Stärkung des Einzelhandels vor – und sorgt für Irritationen bei der FDP. Denn Fraktionschef Jörg Berens kommt der Inhalt nach eigener Aussage sehr bekannt vor.

Klaus Baumeister

Im Hauptausschuss des münsterischen Rates gab es Diskussionen um einen von der CDU vorgestellten Ratsantrag zur Stärkung des Einzelhandels. Foto: Guido Kirchner/dpa

Zumindest an einer Stelle waren sich alle im Hauptausschuss einig. Gemeint war der vom CDU-Ratsherrn Ulrich Möllenhoff vorgestellte Ratsantrag zur Stärkung des Einzelhandels vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Darin heißt es unter Bezug auf ein vom Land Nordrhein Westfalen aufgelegtes und mit 30 Millionen Euro ausgestattetes Förderprogramm: „Aus Haushaltsresten wird ein Fonds aufgelegt, der dafür bestimmt ist, Aktionen des lokalen Einzelhandels zur Wiederbelebung nach dem Lockdown zu unterstützen.“

Berens: Antrag stammt von der FDP

Auch Jörg Berens von der FDP war ganz begeistert, nannte aber auch gleich den Grund. Der Antrag stamme von der FDP und habe auf dem Wege von „Copy and Paste“ (einschließlich eines Tippfehlers) seinen Weg auf ein CDU-Papier gefunden. Damit nicht genug: Im Zuge des interfraktionellen Umlaufs kamen auch noch die Logos von Grünen, SPD und Volt auf den Antrag, wobei das FDP-Logo auf die vierte Stelle rückte – eben weil CDU, Grüne und SPD größer sind.

Als die Krokodilstränen des FDP-Vertreters allzu groß wurden, griff der GAL-Fraktionschef Christoph Kattentidt in die Debatte ein und beschrieb die Arbeitsteilung: „Die FDP hat die Idee, die CDU setzt sie technisch um, und wir Grüne sorgen für die Mehrheit.“

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