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Bericht des Wohlfahrtsverbandes „Der Paritätische“

Armutsquote legt in der Region Münster zu

Münster

Die Armut hat in der Region Münster in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. Dennoch steht sie noch immer besser da als viele andere Regionen in Deutschland.

Martin Kalitschke

In der Region Münster sind mehr Menschen arm als vor zehn Jahren. Foto: dpa

In der Region Münster hat die Armut in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen: Zwischen 2008 und 2018 hat die Armutsquote in der Stadt Münster sowie den umliegenden Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf von 12,2 auf 14,7 Prozent zugelegt. Dies geht aus dem Armutsbericht 2019 des „Paritätischen“ hervor, der am Donnerstag veröffentlicht worden ist.

Die Region Münster zähle damit zu jenen Gebieten, die besonders beobachtet werden müssen, betont der Wohlfahrtsverband. Es gelte, die weiteren Entwicklungen im Blick zu behalten und frühzeitig gegenzusteuern. Die Armutsquote gibt an, wie viele Menschen mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze auskommen müssen. Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettohaushaltseinkommens zur Verfügung hat.

Bundesweiter Vergleich 

Obwohl die Armutsquote in der Region Münster zugenommen hat, steht sie im bundesweiten Vergleich deutlich besser da als viele andere Regionen. So gilt in den Regionen Emscher-Lippe und in Teilen Mecklenburg-Vorpommers mittlerweile fasst jeder vierte als arm, heißt es im Armutsbericht weiter.

Bei der Zahl der Hartz-IV-Empfänger steht die Stadt Münster nach der Untersuchung des Paritätischen besser da als viele andere Kommunen in Deutschland. 8,2 Prozent der Münsteraner erhielten 2018 Hartz-IV-Leitungen – 2008 waren es 8,8 Prozent. Die absolute Zahl der Bezieher hat sich jedoch in den vergangenen zehn Jahren kaum geändert, da die Stadt in diesem Zeitraum deutlich gewachsen ist.

Zum Vergleich: In Gelsenkirchen erhielt im vergangenen Jahr jeder vierte Einwohner Hartz IV, in Bremen, Wilhelmshaven, Essen und Herne etwa jeder dritte.

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