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Programm der Bundesagentur

Ärzte aus Lateinamerika nehmen Arbeit auf

Münster

Ärztinnen und Ärzte aus Lateinamerika sind jetzt von der Franziskus-Stiftung begrüßt worden. Zuvor waren sie intensiv auf ihre Arbeit in Deutschland vorbereitet worden.

Die neuen Ärztinnen und Ärzte aus Lateinamerika wurden live und via Bildschirm im Marienhaus der Franziskus Stiftung willkommen geheißen. Foto: Behler/St. Franziskus-Stiftung

Die Freude war groß, als jetzt in der St. Franziskus-Stiftung Münster die ersten zehn Ärztinnen und Ärzte aus Lateinamerika willkommen geheißen wurden, die über das Programm „Specialized!“ der Bundesagentur für Arbeit ihre Tätigkeit in Nordrhein-Westfalen aufnehmen werden. Acht von ihnen beginnen in den Standorten Ahlen, Beckum, Hamm und Recklinghausen der Franziskus-Stiftung, zwei fanden im Krankenhaus Bethanien in Solingen ihre neue berufliche Wirkungsstätte. Jeweils ein Arzt stammt aus Brasilien und Guatemala, die übrigen Ärztinnen und Ärzte kommen aus Mexiko, heißt es in einer Pressemitteilung.

Vorausgegangen waren die mehrmonatige sprachliche Vorbereitung der Ärzte noch in ihren Heimatländern, Bewerbungsgespräche sowie die Abwicklung der Einreiseformalitäten. „Wir sind sehr froh, dass wir den Ärztinnen und Ärzten verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten und eine langfristige Berufsperspektive geben können, mit der sie sich in unseren Einrichtungen sehr gut einbringen können,“ so Dr. Daisy Hünefeld, Vorstand Franziskus-Stiftung. Die Ärzte seien in enger Absprache mit den jeweiligen Herkunftsländern rekrutiert worden. Grundvoraussetzung sei, dass in den betreffenden Ländern gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kein kritischer Mangel an medizinischem Personal sowie ein öffentliches Interesse an der Zusammenarbeit bestehe.

In Deutschland fehlt ärztliches Personal

Kliniken und Krankenhäusern in Deutschland fehlt ärztliches Personal. Gleichzeitig suchen im Ausland gut qualifizierte Ärztinnen und Ärzte eine ausbildungsadäquate Beschäftigung bzw. die Möglichkeit zur Facharztweiterbildung, da Karriereperspektiven in ihren Heimatländern häufig fehlen. Das Programm „Specialized!“ der Bundesagentur für Arbeit führt interessierte Kliniken in Deutschland und internationale Humanmedizinerinnen und -mediziner passgenau zusammen und begleitet sie intensiv. Das Anerkennungsverfahren sowie die sprachliche und fachliche Vorbereitung der Teilnehmenden werden unterstützt durch das Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) und seine regionalen Partner – inklusive finanzieller Fördermöglichkeiten. Aktuell wird „Specialized!“ mit Mexiko und Jordanien durchgeführt. Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Ländern wie Brasilien, Guatemala und Kolumbien können bei freien Kapazitäten ebenfalls in das Programm aufgenommen werden.

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