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Assistenzhundefreundliche Kommune 

Zutritt für Vierbeiner, die nie von der Seite weichen dürfen

Münster

Der Verein „Pfotenpiloten“ macht sich dafür stark, dass Assistenzhunde in Zukunft mehr Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen bekommen. Unterstützung bekommen die Betroffenen von der Stadt.

Von Luca Pals

Münster öffnet seine Türen für Assistenzhunde. Darüber freuen sich (v.l.) Doris Rüter (Sozialamt Münster), Marja Maserati, Dr. Hannah Reuter und Roswitha Warda Foto: Matthias Ahlke

„Wir müssen leider draußen bleiben.“ Allzu oft bleibt der Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen dem besten Freund des Menschen verwehrt. Zum Problem wird dies, wenn es sich bei den Vierbeinern um Assistenzhunde handelt, die dem Herrchen kaum von der Seite weichen dürfen.

Dafür, dass auch diese künftig mehr Zutrittsrechte innerhalb Münsters bekommen, macht sich der Verein „Pfotenpiloten“ stark. Zusammen mit der Stadt wurde nun ein Konzept auf die Beine gestellt, damit Münster „assistenzhundefreundliche Kommune“ wird.

Den Auftakt für dieses Vorhaben machten die Verantwortlichen am Dienstagnachmittag mit einer Infoveranstaltung im Rathausfestsaal. Dr. Hannah Reuter von den Pfotenfreunden war mit ihrer zehnjährigen Blindenführerhündin Daika vor Ort: „Es gibt sehr viele unterschiedliche Assistenzhunde, die jeweils auf die Bedürfnisse des Herrchen trainiert wurden.“ Am bekanntesten sei noch der Blindenführhund, „danach hört das Wissen in der breiten Bevölkerung aber schnell auf.“

„Dogmap“ online einsehbar

Einen medizinischen Warnhund, der gesundheitliche Krisen erkennen, den Notruf auslösen oder sogar Medikamente holen kann, besitzt Marja Maserati: „Mascha ist für mich schon in sehr vielen Situationen unglaublich wichtig gewesen. Sie muss immer an meiner Seite sein.“

Im September 2021 schloss die Stadt den Beschluss, in Zukunft wird die Verwaltung mit der Erarbeitung einer Beschlussvorlage beauftragt. Schon bald, so Reuter könnten an öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern zusätzliche Aufkleber, die über den Zutritt für die Vierbeiner informieren, angebracht werden. Dieser Zusatz wird auch in die Hausordnungen eingebaut, die zuständigen Mitarbeiter mit der Situation sensibilisiert. Die „Dogmap“ im Internet zeigt zusätzlich an, an welchen Orten Assistenzhunde erlaubt sind: „Wir sehen dies als allgemeinen Beitrag zur Barrierefreiheit“, so Reuter.

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