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Münster-"Tatort"

Auf dem Weg von "Wohlbeck" nach "Rocksell"

Münster

Der Münsteraner schaut gern einmal hin, wenn seine Heimatstadt im TV zu sehen ist. Stichwort „Tatort“: Die Heimatverbundenheit gepaart mit einem spannenden Krimi kommt in der Westfalenmetropole oft besonders gut an. Aber es gibt manchmal auch was zu meckern – so auch in der aktuellen Folge.

Kay Böckling

Axel Prahl spricht im Tatort von „Rocksell“. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Sonntagabend, die gesamte "Tatort"-Fangemeinde versammelt sich pünktlich nach der Tagesschau vor den TV-Geräten. Und in der kleinen westfälischen Metropole schalten Krimi-Liebhaber in zahleichen Wohnzimmern besonders gern aufs „Erste“.

Wenn Boerne (Jan Josef Liefers) und Thiel (Axel Prahl ) die münstersche Innenstadt durchstreifen, um finstren Gestalten das Handwerk zu legen, ist man schließlich gern dabei. Der Zuschauer verfolgt das Geschehen, wenn es wild über Prinzipalmarkt, Domplatz oder an anderen Sehenswürdigkeiten Münsters vorbei geht. Ja, das sind wir, das ist Münster.

Häufiger kleine Ungereimtheiten

Überhaupt: Sei es der Münster-"Tatort" oder ein Wilsberg – egal: Ein bisschen Lokalkolorit im Fernsehen, das tut gut. Und da verzeiht man den Fernsehmachern doch gerne einmal die eine oder andere Ungereimtheit.

So verlaufen diverse Verfolgungsjagden auf konfusen Wegen, deren Verlauf die Vorstellungskraft eines jeden Münsteraners ziemlich weit übersteigt. Und da wird das Polizeipräsidium kurzerhand dort verortet, wo man es an wenigsten erwartet hätte. Oder auf dem Vorplatz des Schlosses gibt es ein Open-Air-Café – eigentlich eine nette Idee. Aber geschenkt, sei‘s drum, gegessen. Die Impressionen der Heimatstadt machen es wett.

Doch irgendwann hört der Spaß auf: Verlegten die Tatort-Macher die Folge „Das Wunder von Wolbeck“ 2012 in einem Trailer seinerzeit nach „Wohlbeck“, so rollten sich in der jüngsten "Tatort"-Folge aus Münster dem geneigten Zuschauer besonders aus Roxel (gesprochen mit langem O) am Sonntagabend die Fußnägel auf: „Auf der L529 Richtung Rocksell...“ Wie bitte? Rocksell? Oh bitte, was für ein phonetischer Fehltritt edelster Prägung!

Nicht besser als die Deutsche Bahn

Wahrscheinlich besuchte Axel Prahl einmal den münsterischen Bahnhof, Gleis zwei, Abschnitt „E“. Dort verrät die Ansage, dass man in der R63 auf dem Weg nach Coesfeld auch in „Münster-Rocksell“ Halt macht. Vielleicht kommt der gute Axel mal bei einer Tour von „Wohlbeck“ nach „Rocksell“. Dort bekommt er ein wenig phonetische Nachhilfe.

  • ARD-Mediathek: Limbus
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