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Prozess wegen schweren Raubes

Auftakt geplatzt – Angeklagter flüchtig

Münster

Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Münsteranern vor, im einen Mann mit einem Elektroschockgerät verletzt zu haben, um ihn zur Begleichung von Drogenschulden zu bringen. Dafür sollten sie sich ab Montag (25.10.) vor Gericht verantworten – doch einer kam nicht.

Von Julia Körtke

Vor dem Landgericht Münster müssen sich zwei Männer wegen schweren Raubes verantworten. Foto: Friso Gentsch/dpa

Im Juni 2020 verletzten zwei Münsteraner einen Mann in Telgte mit einem Elektroschockgerät. Als das verängstigte Opfer dann die Flucht ergriff, verfolgten ihn die jungen Männer und brachten ihn zu Boden, um dort auf ihn einzuschlagen und zu treten.

Die Tritte gingen gegen Körper und Kopf bis der Geschädigte nur noch benommen am Boden lag. Zudem sollen sie ihm gedroht haben, ihn und seine Familie zu töten, wenn er die Polizei informiere.

Wehrlos am Boden

Die Täter wollten mutmaßlich noch ausstehende Drogenschulden eintreiben. Als ihr Opfer wehrlos am Boden lag, sahen sie ihre Chance und entwendeten ihm die Geldbörse mit 700 Euro und sein Handy.

Seit Montag müssen sich die beiden 24 und 25 Jahre alten Münsteraner vor dem Landgericht Münster den Tatvorwürfen stellen. Die Anklage: schwerer Raub.

Mit Haftbefehl gesucht

Doch die Verhandlung verzögert sich am Montag zunächst. Einer der Angeklagten ist noch nicht im Saal erschienen, sein Anwalt versucht ihn telefonisch zu erreichen – Fehlanzeige. Der Vorsitzende Richter lässt verkünden, dass der Münsteraner schon seit einigen Tagen mit einem Haftbefehl gesucht wird. Lediglich weil sein Verteidiger beteuerte, er stehe mit ihm in Kontakt und würde am Prozesstag erscheinen, ließ der Richter den Termin nicht platzen. Doch der Angeklagte kommt nicht.

Wann der Prozess fortgeführt werden kann, ist unklar. Kein Angeklagter – keine Verhandlung. Fortsetzung folgt.

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