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Umstrittene Facebook-Gruppe

Auto-Tuner aus Münster gründet „Fridays for Hubraum“

Münster

Die Klimaaktivisten von „Fridays for Future“ bringen seit Monaten Hunderttausende auf die Straßen – da wurde es am vergangenen Sonntag einigen Autofreunden zu bunt. Der Münsteraner Christopher Grau gründete die Facebook-Gruppe „Fridays for Hubraum“ und löste damit eine ungeahnte Welle aus.

Karin Völker

Ein Münsteraner hat aus Protest gegen die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ eine Facebook-Gruppe gegründet. Foto: Collage dpa/Oliver Werner

Innerhalb von drei Tagen hatte die Gruppe 400 .000 Mitglieder. Un­ter den Kommentaren fanden sich auch Morddrohungen, etwa gegen Greta Thunberg, und rechtsradikale Ausfälle. Auch AfD-Mitglieder warben für die Gruppe, darunter die sächsische Landtagsfraktion. Am Donnerstag wurde die Gruppe zunächst vom Netz genommen – am Freitagmittag war sie bei Facebook wieder zurück.

Als geschlossene Gruppe, die Administratoren stellen klar, dass Hassreden und Diskriminierung nicht geduldet werden sollen. Christopher Grau, der in einer Auto-Tuning-Werkstatt arbeitet, appellierte unterdessen auf seiner ei­genen Facebookseite in einem Video an die Hubraumfreunde, sich zu mäßigen. „Lass das Mädchen in Ruhe“, sagt er dort wiederholt mit Blick auf Greta Thunberg.

Mit Hass und Hetze muss sich unterdessen auch das münsterische Gesicht der „Fridays for Future“, Carla Reemstma, immer wieder auseinandersetzen. In aktuellen Interviews sagte die 21 Jahre alte Münsteranerin, sie versuche mit einer gesunden Portion Ignoranz die Wut im Netz auszublenden.

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