1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Autoverkehr soll bis zu 40 Prozent reduziert werden

  6. >

Infoabend zur Fahrradstraße Bohlweg

Autoverkehr soll bis zu 40 Prozent reduziert werden

Münster

Der Verkehr von Autos und Lkw soll auf dem Bohlweg kräftig sinken, wenn er erst einmal als Fahrradstraße umgebaut ist. Was die Umbauten bedeuten, erklärten Mitarbeiter der Stadt den Anwohnern bei einem Info-Abend. 

Von Klaus Möllers

Bürgerinnen und Bürger konnten sich über die Planungen für den Bohlweg informieren. Foto: klm

Bei einem Info-Abend für Anwohner hat das Amt für Mobilität und Tiefbau am Donnerstagabend über die Umgestaltung des Bohlweges in eine Fahrradstraße informiert. Etwa 70 Personen nahmen daran auf dem Schulhof des Ratsgymnasiums teil – auch aus dem Umfeld, das von den Änderungen in puncto Verkehrsabwicklung mit betroffen sein wird, wie Piusallee und Nebenstraßen.

Dem Fahrrad gegenüber dem Auto „mehr Raum zu geben und Verkehrsraum insgesamt anders aufzuteilen“, sei richtig, denn Münster stünde „vor einem Verkehrskollaps“, sagte Martin Honderboom, stellvertretender Bezirksbürgermeister. Die Bezirksvertretung Mitte übrigens habe „einstimmig“ für die Umsetzung votiert.

Rote Färbung für den Bohlweg

Zwischen Hörstertor und Beldensneyderweg werde die Hauptfahrbahn für Fahrräder rot markiert, Gehwege links und rechts würden auf rund drei Meter breiter, wodurch auch Fußgängern und Anliegern ein Mehrwert zuteil werde, legte Phillip Oeinck vom Fahrradbüro des Amtes dar. Linienbusse würden nach Abschluss weiterhin auf der Strecke fahren. Nicht mehr möglich sein werde die direkte Durchfahrt vom Ring bis zum Hörstertor und umgekehrt. An der Piusallee müsse abgebogen werden. Dadurch solle das Verkehrsaufkommen mit Pkw und Lkw um bis zu 40 Prozent sinken, erklärte Simon Verrieth, Fachstellenleiter Straßenplanung.

Fragen aus dem Publikum thematisierten unter anderem den roten Asphalt – an der umgestalteten Goldstraße etwa würden Anwohner Geruchsbelästigung empfinden, hieß es. Oeinck erklärte, dass am Bohlweg nicht das dort verwendete Kaltplastik eingesetzt werde, sondern Heißasphalt, der Eigenschaften habe „wie der übliche schwarze Asphalt“.

Baubeginn im Herbst

Baubeginn sei im September oder Oktober, kündigte Planer Verrieth an. Die Umsetzung brauche zehn Monate. Gebaut werde in 40-Meter-Abschnitten, sodass Anlieger und Rettungsdienste Adressen erreichen könnten, Schüler und Lehrer zu Fuß das Gymnasium.

Kritik äußerten Teilnehmer daran, dass im Vorfeld keine Bürgerbeteiligung zur Gestaltung stattgefunden habe. Oeinck erklärte, dass der politische Beschluss für den Bohlweg im Jahr 2019 gefasst worden sei und man „damals“ noch nicht an eine Bürgerbeteiligung gedacht habe.

Startseite