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B-Side-Festival

Kultur alternativ zum Kommerz

Münster

Das sechste B-Side-Festival ist noch einmal gewachsen. Mit 140 Programmpunkten gingen die Organisatoren am Wochenende an den Start. Besonders junge Menschen fühlten sich angesprochen.

Von Klaus Möllers

Das „Hafen-Floß“ vor den Speichern diente als Ort für kleinere künstlerische Auftritte und einen Vortrag. Foto: klm

Es wächst weiter: Von Freitagabend bis Sonntag hat im Bereich Hansaring/Hafen und in einem weitläufigeren Umfeld das sechste B-Side-Festival stattgefunden. Veranstalter war erneut der Verein „B-Side Kultur“, der ein soziokulturelles Zentrum im Hafen realisiert, und es sind weitere Gruppen hinzukommen.

Bei über 140 Programmpunkten mit Musik, Workshops, Theater sowie Info-Veranstaltungen mit politischen und sozialen Themen ist das Festival auch inhaltlich weiter gewachsen, wie Ben Neßeler aus dem Organisationsteam bestätigte.

Mancher Ausfall wegen des Regens

„An einem der neu hinzugekommen Orte etwa, dem Café Wilma am Hansaring, hat eine Theaterpädagogin mit Achtklässlern zusammen eine Aufführung gezeigt.“ Der Sinn liege darin, „ein generationenübergreifendes Programm“ zu bieten, hieß es. Wobei Interesse für das Programm erneut überwiegend bei geschätzt 20- bis 35-Jährigen als Zuschauer und Teilnehmer da war.

Am Gasometer schloss sich „B-Side“ dem Verein Hansa-Flohmarkt an, der am Sonntag mit seinem kleinen Markt vor Ort war, und veranstalte selbst einen Batik-Workshop, der wegen des Regens dann allerdings ausfiel. Ein Konzert, obwohl wegen des nassen Wetters ebenfalls in reduzierter Besetzung, fand am Sonntagabend dort statt.

Auch im Hafen hat „B-Side“ offenbar einen neuen Partner gefunden. Das „Hafen-Floß“, gebaut vom Verein „Einfloß“ als „Ort für Diskussionen“ und „als Gegenpol zur konsumorientierten Gestaltung des Hafens“, wie der Verein selbst erklärt, stellte sein Gefährt zusammen mit „B-Side“ vor den Speichern für kleinere künstlerische Auftritte und einen Vortrag bereit.

Vom Workshop bis zum Independent-Konzert

Schon länger Teil des Festival-Programms ist die Sputnikhalle am Hawerkamp. Nun wurden als weitere räumliche „Ausläufer“, so Neßeler, das Bennohaus mit zum Beispiel Druck- und Zeichenworkshops sowie das Gleis 22 an der Hafenstraße dazu geholt – das Independent-Konzert dort am Samstagabend galt als Teil des Festival-Programms.

„Wir sind sehr froh darüber, dass es möglich ist, mit anderen Initiativen und anderen Veranstaltungsorten zusammen etwas auf die Beine zu stellen“, erklärte Neßeler für die rund 30 Aktiven des Organisationsteams und die knapp 100 ehrenamtlichen Helfer.

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