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Bahnstreik

Damit müssen Reisende und Pendler in Münster rechnen

Münster

Von Donnerstag bis Dienstag wird der Personenverkehr der Deutschen Bahn bestreikt. Zu den Betroffenen werden auch viele Pendler gehören. Die Deutsche Bahn beruhigt allerdings: Rund um Münster, so ihre Prognose, werde es wohl gar nicht so schlimm werden.

Von Martin Kalitschke

Bahnreisende müssen sich ab heute auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Foto: dpa

120 Stunden Streik – das hat es im Personenverkehr der Deutschen Bahn (DB) noch nicht gegeben. Nach Einschätzung eines Bahn-Sprechers werden sich jedoch in Münster die Auswirkungen in Grenzen halten, denn: „Im Münsterland haben wir viele Mitbewerber“ – und die seien vom Streik gar nicht betroffen.

Gut möglich also, dass Reisende und Pendler zwischen Hamm und Münster (wo National Express und die Eurobahn verkehren) im Nahverkehr nicht viel vom Streik mitbekommen werden. Das gleiche gilt für die Strecke zwischen Münster und Osnabrück, auf der ebenfalls die Eurobahn fährt.

Ausfälle zwischen Münster und Recklinghausen

Anders sieht es auf der Strecke Recklinghausen – Münster aus, auf der die DB Regio unterwegs ist. Die meisten Nahverkehrszüge fallen hier ab Donnerstag aus, die Strecke wird nur noch punktuell bedient.

Für viele Pendler heißt das: aufs Auto umsteigen. Die münsterische Polizei rechnet gleichwohl nicht mit einem größeren Verkehrsaufkommen auf den münsterischen Straßen. Schon bei den beiden zurückliegenden Streiks, die – wie diesmal auch – die Bahngewerkschaft GDL ausgerufen hatte, hätten sich die Verkehrsbehinderungen in Grenzen gehalten, so eine Polizei-Sprecherin. Ihre Vermutung: Weil die Streiks jedes Mal im Vorfeld angekündigt worden sind, hätten sich viele Verkehrsteilnehmer rechtzeitig nach Alternativen umgeschaut.

Stadtwerke bleiben gelassen

Auch die Stadtwerke blicken den bevorstehenden fünf Streiktagen recht gelassen entgegen. „Die ersten Streiks hatten weder auf die Busse noch auf Loop nennenswerte Auswirkungen“, so Stadtwerke-Sprecherin Lisa Schmees. Dies führt sie, wie die Bahn auch, auf die „glückliche Lage“ zurück, dass rund um Münster viele Privatbahnen verkehren. Zudem sei mittlerweile das Homeoffice so weit etabliert, dass sich offenbar viele, die sonst mit dem Zug fahren würden, dazu entscheiden, lieber ein paar Tage von zu Hause aus zu arbeiten.

Gleichwohl seien die Stadtwerke gewappnet, sollte es einen Ansturm auf die Busse geben. „Dann würden wir gegebenenfalls weitere Fahrzeuge rausschicken“, so Schmees.

Taxifahrer sind sauer

Regelrecht sauer auf den Bahnstreik sind die Taxifahrer. Sie befördern zu einem großen Teil Kunden, die mit dem Fernzug an- oder abreisen – doch die meisten Fernzüge fallen in den kommenden Tagen aus. „Für uns bedeutet das einen starken Rückgang bei den Fahrten“, fürchtet Roland Böhm von der Taxi-Zentrale.

Unterdessen betont der Bahn-Sprecher, dass die DB-Mitarbeiter auf alle Situationen vorbereitet seien. Gegebenenfalls werde man die Info im Hauptbahnhof personell verstärken.

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