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Hausbesetzung am Güterbahnhof

Bahn und Polizei halten sich bedeckt

Münster

Eine anonyme Gruppe besetzt weiter das Gebäude der Deutschen Bahn am Güterbahnhof. Die Besetzer haben sich jetzt erneut zu Wort gemeldet. Und auch die Grünen haben Stellung bezogen.

Klaus Baumeister

Symbolbild  Foto: dpa

„Hausbesetzer haben das Gebäude der Deutschen Bahn in der Hafenstraße 70 illegal besetzt. Die Deutsche Bahn hat die Hausbesetzer deshalb aufgefordert, das Gebäude wieder zu verlassen.“ Mit diesen sehr allgemeinen Worten reagierte die Pressestelle der Deutschen Bahn in Düsseldorf am Montag auf die Besetzung der ehemaligen Zentrale auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs. Auch die Pressestelle der münsterischen Polizei hielt sich bedeckt. Zunächst einmal müsse die Bahn über ihr Vorgehen entscheiden, hieß es.

Die anonyme Besetzergruppe hat sich derweil noch einmal mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. Sie möchte nach eigenem Bekunden in dem Gebäude einen „selbstbestimmten Freiraum“ für „verschiedene Gruppen und Initiativen“ schaffen. Ansonsten heißt es in dem Papier: „Wir haben keinen Bock mehr auf eure patriarchale, rassistische und neo-liberale Kackscheiße“.

Erneuerung der Brücken derzeit nicht vorgesehen

Die Jungsozialisten solidarisierten sich am Montag mit den Besetzern. Es gehe darum, die Planungen zu verhindern, „denen die Zentrale weichen soll“. Auf Nachfrage konnte der Pressesprecher der Jusos nicht erklären, um welche Vorhaben es sich dabei handeln soll.

Die Ratsfraktion der Grünen unterstützt die Besetzer – ganz allgemein gesprochen – in ihrer Forderung nach „einer sozial gerechten Stadtplanung“. Im Hinblick auf Mutmaßungen zu einer veränderten Verkehrsführung in dem Bereich erklären die Grünen aber auch, dass eine „Erneuerung der Brückenbauwerke an der Hafenstraße“ aktuell nicht vorgesehen sei. Genauer gesagt in den kommenden fünf Jahren nicht, so die Bahn.

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