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Verbraucher-Tipps zu Negativzinsen

„Bankschreiben nicht voreilig unterschreiben“

Münster

 Das Geld liegt auf der Bank - doch es wird weniger statt mehr. Die Ursache sind Negativzinsen, die mittlerweile zahlreiche Banken erheben. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie sich Negativzinsen vermeiden lassen.

Foto: IMAGO/Sascha Steinach

Viele sind von ihrer Hausbank bereits angeschrieben worden, weil ab dem Jahresanfang Negativzinsen verlangt werden sollen. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps, wie sich Negativzinsen auf Sparguthaben vermeiden lassen.

Die Geldinstitute wollen Verwahrentgelte auf besonders hohe Geldeinlagen erheben, besser bekannt als Negativzinsen oder Strafzinsen, oder die Schwelle für entsprechende Entgelte senken. Der Frust darüber ist groß: Wer viel Geld auf dem eigenen Konto bunkert, muss dafür zahlen statt wie einst selbst Zinsen zu kassieren, heißt es in einer Mitteilung der Verbraucherzentrale in Münster.

Verhandlungsspielraum ist möglich

Banken nehmen die Einführung von Negativzinsen oftmals zum Anlass, zu einem persönlichen Gespräch einzuladen. Verwahrentgelte können nämlich nicht über die Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eingeführt werden, sondern nur über eine individuelle Vereinbarung, teilt die Verbraucherzentrale mit. Kunden sollten sich zu nichts drängen lassen und nicht voreilig unterschreiben. „Möglicherweise gibt es auch Verhandlungsspielraum, zum Beispiel über die Höhe des Schwellenwerts. Ebenso sei denkbar, dass Institute verhandlungsbereit sind, wenn die hohen Beträge auf dem Konto kein Dauerzustand sind, sondern – etwa wegen einer ausbezahlten Lebensversicherung – nur vorübergehend auf dem Konto liegen“, so die Verbraucherschützer.

Wer sich weigere, die Vereinbarung zu unterschreiben, könne sein Konto zunächst unter den bisherigen Konditionen weiter nutzen. Es könne jedoch vorkommen, dass die Banken anschließend das einzelne Konto oder auch die Geschäftsbeziehung kündigen oder damit drohen. Bei Girokonten sei solch eine ordentliche Kündigung zum Teil möglich.

Verbraucherzentrale bietet Beratung an

Die Verbraucherzentrale bietet eine unabhängige Beratung zur Geldanlage und Altersvorsorge an. Keinesfalls sollten Verbraucher übereilt in ein Anlageprodukt wechseln, nur um Negativzinsen zu sparen.

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