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Elf Millionen Euro sollen fließen

Baubeschluss für Kita Sonnenstraße

Münster

Es ist vermutlich Münsters größte und auch teuerste Kita: Für elf Millionen Euro sollen im Altbau des Hauptzollamtes neun Kitagruppe entstehen. Die politische Debatte entzündet sich aber nicht am Geld.

Klaus Baumeister

Im Altbau des Hauptzollamtes entsteht für elf Millionen Euro eine neue Kita. Foto: Matthias Ahlke

Zehn Jahre nach dem Auszug des Hauptzollamtes Münster aus dem Gebäude an der Sonnenstraße 85-89 ist jetzt eine neue Nutzung des Gebäudes absehbar. Der Hauptausschuss fällte am Mittwochabend mit den Stimmen aller Parteien einen Baubeschluss für die Errichtung einer Kita mit neun Gruppen sowie zweier sogenannter Großtagespflegestellen.

Der Beginn der Bauarbeiten in dem an der Promenade gelegenen Gebäudekomplex soll Anfang 2022 beginnen, der Kitabetrieb dann im Sommer 2023. In der Sitzung des Hauptausschusses spielten interessanterweise die extrem hohen Kosten von elf Millionen Euro für den Umbau (plus Grundstückskosten) keine Rolle. Vielmehr wurde über einen anderen Punkt gestritten.

CDU: Widerstand gegen Photovoltaikanlage

Das Ratsbündnis aus Grünen, SPD und Volt hatte einen Änderungsantrag vorgelegt (und diesen dann auch beschlossen), der vorsieht, dass beim Umbau des Gebäudes alle Vorkehrungen für die spätere Installation einer Photovoltaikanlage getroffen werden sollen. In dem Papier heißt es weiter: „Bei Vorliegen aller planungsrechtlichen Voraussetzungen kann in Abstimmung mit dem Betreiber dort eine Photovoltaikanlage errichtet werden.“

Bei der CDU stieß dieser Vorstoß auf erheblichen Widerstand, weil das Gebäude im Einzugsbereich der Altstadtsatzung liegt und die Satzung aktuell keine Photovoltaik auf den Dächern erlaubt.

Weniger Parkplätze für Anwohner

Parallel zu dem Änderungsantrag zur Kita Sonnenstraße hatte das Ratsbündnis auch einen Antrag auf Änderung der Altstadtsatzung eingebracht. Darüber soll nun zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Hinter vorgehaltener Hand wird im Rathaus die Vermutung geäußert, dass die neue Innenstadt-Kita zum Präzedenzfall werden soll, um veränderte Bestimmungen zur Altstadtsatzung durchzudrücken.

In den Beschluss eingeflossen sind weitere Änderungen des Ratsbündnisses: So sollen an der Sonnenstraße im Bereich der Kita die Anwohnerparkplätze wegfallen, zudem wird de „maximal mögliche Verkehrsberuhigung“ angestrebt.

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