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Eröffnung des siebten Münsterschen Bildungskongresses

Begabungen fördern und nachhaltig lernen

Münster

Start nach Maß: Der Münstersche Bildungskongress ist in seine siebte Auflage gestartet. Mit prominenter Beteiligung.

Von Luca Pals

Prof. Dr. Johannes Wessels, Rektor der WWU, eröffnete den siebten Münsterschen Bildungskongress im großen Hörsaal H1. Foto: Luca Pals

„Wir müssen die andere Hälfte verstehen“, forderte Bernd Ulrich bei der Eröffnung der siebten Auflage der Münsterschen Bildungskongresse: „Unsere Generationen haben verstanden, das 20. Jahrhundert und seine Probleme zu begreifen, dafür haben wir sehr gute Sensoren. Nun gehört aber dazu, auch die Probleme, Krisen und Herausforderungen zu verstehen, die auf uns zurollen.“ Der stellvertretende Chefredakteur der „ZEIT“ sprach den Klimawandel an, lobte das Engagement der jungen Generation, die freitags auf die Straße gehen und appellierte „endlich umzudenken“, viel Zeit sei nicht mehr. Für ihn – und alle anderen im Raum – ist klar: Bei der Transformation der Gesellschaft und der Begegnung zukünftiger Herausforderungen ist Bildung von essenzieller Bedeutung.

Dieser Tenor und die Frage, wie nachhaltig und zukunftsgerichtet gelehrt und gelernt werden kann, standen bei der Eröffnung am Mittwochnachmittag im Vordergrund. Der Münstersche Bildungskongress, der von Prof. Dr. Johannes Wessels, Rektor der Universität Münster, eröffnet wurde, steht 2021 unter dem Motto „Potenziale erkennen – Talente entwickeln – Bildung nachhaltig gestalten“.

Universitäten in der Pflicht

Wessels freute sich besonders über etwa 1000 zugeschalteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die auf digitalem Weg die Veranstaltung im Hörsaal H1 verfolgten. Für ihn sei dies Beweis des großen Zuspruchs, den der Bildungskongress erfahre.

Das Bildungssystem, so Wessels, habe „existenzielle Bedeutung bei der Transformation der Gesellschaft“, für nachhaltige Bildung seien auch Universitäten in der Pflicht, Studierende auf die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt aufmerksam zu machen: „Der eigene Reflexionsprozess ist ein besonders wichtiges Handwerkzeug.“

Schirmherrin Karliczek

Aus Berlin zugeschaltet – aber ohne funktionierende Leitung – waren Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die in diesem Jahr die Schirmherrschaft des Bildungskongresses übernommen hat, und Britta Ernst (SPD), Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Über die Möglichkeit vieler digitaler Veranstaltungen bis zum kommenden Samstag freuten sich Prof. Christian Fischer und Dr. Christiane Fischer-Ontrup vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) und der in München lehrende Soziologie Prof. Dr. Armin Nassehi sprach über die gegenwärtigen Herausforderungen der Bildung. 

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