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6,9 Millionen Euro vom Land NRW für Modernisierung von Wohnungen

Begrünte Fassaden für gutes Klima

Münster

Finanzspritze fürs Klima: Mit rund 3,5 Millionen Euro fördert das Land NRW die Sanierung zweier Mehrfamilienhäuser mit 48 Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wohn + Stadtbau. Die Häuser in der Aaseestadt bekommen unter anderem begrünte Fassaden. Und weil die Ministerin schon mal in Münster war, brachte sie gleich eine weitere Förderzusage über 3,4 Millionen Euro mit.

Pjer Biederstädt

Dr. Christian Jaeger, Geschäftsführer der Wohn + Stadtbau, dankte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach für die Förderung. Foto: Oliver Werner

Noch sind die Pflanzen bloß auf eine Leinwand gedruckt. Doch schon bald soll an der Fassade des Wohnhauses an der Von-Stauffenberg-Straße 85 in der Aaseestadt echtes Grün ranken. Das sieht nicht nur schön aus, sondern soll auch das Stadtklima verbessern.

Mit rund 3,5 Millionen Euro fördert das Land NRW im Rahmen der öffentlichen Wohnraumförderung die Modernisierung der beiden 1961 erbauten Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 48 Wohnungen. Bei dem Projekt der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wohn + Stadtbau ist die Fassadenbegrünung ein wichtiger Bestandteil ist.

„Klimaschutz fängt an den eigenen vier Wänden an“, sagte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU), als sie am Freitagmorgen das Projekt in Münster vorstellte. Das Land fördere die Modernisierung, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Insgesamt werden in den energetisch modernisierten Mietwohnungen pro Jahr Einsparungen von rund 5000 Tonnen CO₂ erreicht“, sagte Scharrenbach.

Durch die Landesförderung, die 60 Prozent der Sanierungskosten ausmache, bleibe das Wohnen trotz umfangreicher Sanierung bezahlbar, sagte Dr. Christian Jaeger, Geschäftsführer der Wohn + Stadtbau. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft trägt den Instandhaltungsanteil von 40 Prozent. Jaeger sagte, dass es keine Mieterhöhung gebe und es bei der üblichen Fördermiete von 6,80 Euro pro Quadratmeter bleibe. Einen Anteil daran hätten auch die Photovoltaikanlagen auf den Dächern, die die Wohn + Stadtbau gemeinsam mit den Stadtwerken dort installiere, so Jaeger.

Für die Mieter gelte außerdem: „Wer drin ist, bleibt drin.“ Freie Wohnungen seien Menschen mit Wohnberechtigungsschein vorbehalten, die Auswahl der Mieter treffe nicht mehr die Wohn + Stadtbau, sondern das städtische Amt für Wohnungswesen, erklärte Jaeger.

Ministerin Scharrenbach sicherte bei dem Ortstermin außerdem eine weitere Förderung zur Modernisierung von weiteren 48 Mietwohnungen an der Pater-Kolbe-Straße in Amelsbüren in Höhe von 3,4 Millionen Euro zu. „Das vorgestellte Konzept überzeugt durch ein Maßnahmenpaket, das einen hohen Wohnwert und ambitionierte energetische Ziele erkennen lässt“, sagte Scharrenbach. Die Gebäude, bei denen ein Materialmix aus Holz und Stein verbaut werden soll, bekommen dem Konzept zufolge ebenfalls begrünte Fassaden. Die Sanierungsarbeiten sollen laut Jaeger im März beginnen und Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Vorhaben ist landesweit bereits das 30. Projekt der Modernisierungsoffensive der NRW-Landesregierung.

Die Wohn + Stadtbau habe außerdem neun weitere Projekte in Planung, bei denen Fassaden begrünt werden sollen, zum Beispiel das Wohnprojekt Südviertelhof auf dem Areal der ehemaligen Josefsschule.

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