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Wohnungsnot in Münster

Berufstätige in Obdachlosenunterkunft

Münster

Die Auswirkungen der Wohnungsnot werden auch in Münster immer mehr spürbar. Wie Thomas Mühlbauer, Leiter des Hauses der Wohnungslosenhilfe, sagt, leben mittlerweile immer mehr berufstätige Menschen in Obdachlosenunterkünften.

Vor dem Haus der Wohnungslosenhilfe: Bezirksbürgermeister Dr. Stephan Nonhoff (l.) und Hausleiter Thomas Mühlbauer. Foto: HdW

„Wir haben hier mittlerweile auch eine ganze Menge von Leuten, die arbeiten und Geld verdienen, aber trotzdem in einer Obdachlosenunterkunft wohnen müssen“, so dramatisch beschrieb der Leiter des Hauses der Wohnungslosenhilfe, Thomas Mühlbauer, die Situation, die sich seit Jahren verschärft.

„Könnten wir ein paar kleine Wohnungen vermitteln, wäre vielen ganz schnell geholfen.“ Wie schon oft bekam Dr. Stephan Nonhoff (Bündnis 90/Die Grünen), der Bürgermeister für den Stadtbezirk Mitte, die schlimmen Auswirkungen der Wohnungsnot in Münster hautnah berichtet. Das Haus der Wohnungslosenhilfe hat eine lange Tradition: 1896 gründete der damalige Bischof Hermann Dingelstad eine Stiftung für sozial Benachteiligte in seiner Diözese. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus an der Bahnhofstraße von der Stadt angemietet. Es wird bis heute von der Bischof-Hermann-Stiftung geführt. In Corona-Zeiten bietet das Haus 65 Männern Unterkunft, Verpflegung, Beratung und weitere Service-Leistungen.

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