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Positive Entwicklung des Arbeitsmarkts

Beschäftigung in Münster auf Rekordhoch

Münster

Die Weltwirtschaft taumelt, doch in Münster hat sich der Arbeitsmarkt davon teilweise abgekoppelt. Das sagt jedenfalls der Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und verweist auf aktuelle Zahlen.

Der Arbeitsmarkt in Münster hat sich 2022 positiv entwickelt. Foto: Jens Büttner/dpa

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine, Energieknappheit und Lieferengpässe: Trotz dieser Krisen und Herausforderungen habe sich der Arbeitsmarkt in Münster im vergangenen Jahr positiv entwickelt, wie die Agentur für Arbeit mitteilt. Die Beschäftigung stieg auf ein neues Rekordhoch, die Arbeitslosigkeit lag im Jahresschnitt deutlich unter den Vorjahren. Der Mangel an Arbeitskräften, insbesondere an qualifiziertem Personal, beherrsche jedoch zunehmend die Entwicklung, zieht Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, Bilanz.

„Der Arbeitsmarkt hat sich teilweise von den weltwirtschaftlichen Entwicklungen abgekoppelt“, stellt Fahnemann fest. Obwohl konjunkturelle Einflüsse für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger mit zahlreichen Herausforderungen verbunden sind, sank die Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahr und lag sogar niedriger als 2008, vor der weltweiten Banken- und Finanzkrise. So fiel die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit 15 Jahren unter die 8000er-Marke. Im Jahresschnitt waren demnach 7787 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 778 weniger als im Vorjahresvergleich. Die Arbeitslosenquote betrug 4,4 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte weniger als 2021. Die Quote unterschritt damit den Wert von 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Damals lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,6 Prozent.

Gute Chancen auch für junge Arbeitskräfte

Besonders junge Erwachsene profitierten laut Arbeitsagentur von der positiven Stimmung am Arbeitsmarkt. „Die Jugendarbeitslosigkeit erreichte im vergangenen Jahr ein neues Rekordtief“, berichtet der Agenturleiter. „Es ist sehr erfreulich, dass Arbeitgeber nicht nur Berufserfahrene, sondern auch Berufsanfänger einstellen“, ergänzt er. 2022 waren im Jahresdurchschnitt 623 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet, 114 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe erreichte mit 2,5 Prozent den tiefsten Stand der vergangenen 15 Jahre.

So viele Beschäftigte wie nie zuvor

Auch bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gab es eine positive Entwicklung. Zuletzt gingen 183.791 Frauen und Männer in der Stadt einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, 2,7 Prozent mehr als vor einem Jahr und sogar 12 Prozent mehr als vor fünf Jahren.

Für das Jahr 2023 zeigt sich der Chef der Arbeitsagentur vorsichtig optimistisch: „Wir rechnen mit einem robusten Arbeitsmarkt. Allerdings hängt viel davon ab, wie gut es gelingt, den Fachkräftebedarf der Unternehmen zu decken.“

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