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Civilclub wählt neue Präsidentin

Beständigkeit in den Wirren der Zeit

Münster

Der Civilclub, Münsters älteste bürgerschaftliche Vereinigung, hat eine neue Führung. Die Juristin Michaela Heuer, die eng mit den Geschicken der Stadt verbunden ist, wurde als neue Präsidentin gewählt.

-klm-

Wechsel an der Spitze des Civilclubs (v.l.): Johannes Krause-Isermann, Michaela Heuer und Oberbürgermeister Markus Lewe Foto: klm

„Sehr gut“ sei die Neubesetzung – sagt ihr Vorgänger Johannes Krause-Isermann. Denn: Seine Nachfolgerin als Präsidentin des Civilclubs (CC) sei „eine Persönlichkeit, die tief in Münsters Geschichte und Stadtgesellschaft verwurzelt ist“. Im Grunde so, wie der Club selbst.

Michaela Heuer ist seit Sonntag neue Leitende von Münsters ältester bürgerschaftlicher Vereinigung. Im Zwei-Löwen-Club, den der Civilclub als Vereinsdomizil nutzen kann, wurde ihr das Amt übertragen.

Der Civilclub wurde 1775 ins Leben gerufen und hat seitdem durchgängig bestanden. Er wurde einst gegründet als Gegenpart zu adligen Standesvereinigungen, als Art „Leseclub“, in dem sich Menschen zusammenfanden, um „Kultur und Geselligkeit“ zu pflegen. Bis heute bietet er solchen Austausch, vor allem in Form von Reisen, Tagesfahrten, Besuchen von Museen und Vorträgen.

Mit den Geschicken der Stadt eng verbunden

Michaela Heuer sei genau die Richtige als Präsidentin, weil sie aus Münster komme, die Menschen hier kenne und auch beruflich eng mit den Geschicken der Stadt verbunden sei, meinte Krause-Isermann. Der ehemalige Pfarrer aus Hiltrup und ausgebildete Psychologe leitete den Club seit 2018. Auf der Generalversammlung im April entschied sich der CC für Heuer als Nachfolgerin.

Die 60-Jährige ist leitende Justiziarin der Stadt Münster. Als Juristin war sie in verschiedenen Ämtern tätig und gehört in ihrer Funktion zum Dezernat des Oberbürgermeisters.

Vorbildlich für die Zivilgesellschaft

Oberbürgermeister Markus Lewe sagte zur Amtseinführung, der Club habe „Beständigkeit durch die Wirren der Zeit der vergangenen Jahrhunderte gezeigt“. Er sei vorbildlich für eine Zivilgesellschaft – indem er eine Basis sei, an der man zusammenkommen könne. Heuer würdigte auch Krause-Isermann: Er habe sich Zeit für Menschen genommen und ihre Ansichten ernst genommen. Das sei eine Stärke für den Club gewesen.

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