Schnelles Internet für alle verzögert sich

Bewährungsprobe fürs Homeoffice

Münster

Ob Homeoffice, Online-Unterricht für Schüler, Beratung oder Bestellung übers Internet: Während der Corona-Krise zeigt sich, was der eigene Internetanschluss taugt. Der von der Stadt geplante Breitbandausbau wird sich nun teilweise verzögern.

Karin Höller

Spätestens 2026 soll in Münster an jeder Adresse mindestens ein Gigabit pro Sekunde an Surfgeschwindigkeit möglich sein. Foto: PDF Stadt Münster

Viele Unternehmen haben ihre Mitarbeiter wegen der Corona-Krise angewiesen, im Homeoffice zu arbeiten, um den Wirtschaftsbetrieb halbwegs aufrechtzuerhalten. Schwierig wird es allerdings, wenn der heimische Internetanschluss nur 16 bis 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an Surfgeschwindigkeit hergibt – wie derzeit bei rund 2000 Wohnadressen und 93 Gewerbea-dressen in Münster. Wenn sich Eltern den Anschluss mit ihren Kindern teilen müssen, die ihre Aufgaben nun online erledigen, heißt es: „Nichts geht mehr.“ Bei Breitbandkoordinator Christian Tebel „steht das Telefon nicht mehr still“, wie er bestätigt. Die Anrufer wohnen durchweg auf den sogenannten weißen Flecken auf Münsters Stadtplan, wo nur im Schneckentempo gesurft werden kann. Er hofft, dass diese Haushalte im Rahmen eines Förderprogramms innerhalb der nächsten drei Jahre kostenlos ans Glasfasernetz angeschlossen werden können, wenngleich die dringend erwartete Förderzusage von Bund und Land immer noch nicht vorliege.

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