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Universität kappt Kooperationen und Austausch

Beziehungen zu Russland ruhen

Münster

Der Ukraine-Krieg hat auch die wissenschaftlichen Beziehungen der Universität Münster zu russischen Einrichtungen eingefroren. Die Zusammenarbeit soll vorerst ruhen.

Von Karin Völker

Foto: Oliver Werner

Die Bestandsaufnahme der internationalen Beziehungen der Universität Münster angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine ergibt vielfältige Beziehungen zu der Ukraine und Russland. Die Liste der Forschungskooperationen ist lang.

Vier gemeinsame Projekte gibt es mit der Ukraine, 20 mit russischen wissenschaftlichen Einrichtungen. Die WWU setze die vom Wissenschaftsministerium NRW und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft empfohlene Leitlinie um, keine neuen Kooperationen zu beginnen und bestehende mit Russland vorerst ruhen zu lassen. Auch den Wissenschaftler- und Studierenden-Austausch mit Russland stellte die WWU bis auf Weiteres ein, so Norbert Robers, Sprecher der WWU.

62 Studierende und Promovierende aus der Ukraine

Allein 62 Studierende und Promovierende aus der Ukraine lernen und forschen derzeit an der WWU, 99 aus Russland, außerdem 13 aus Belarus. Drei WWU-Studierende waren bei Kriegsausbruch in Austausch-Aufenthalten in Russland. „Wir stehen mit ihnen in Kontakt,“ sagt Robers. Sie seien nicht in Gefahr.

Auch Praktikumsaufenthalte in den betroffenen Ländern oder Dienstreisen von WWU-Angehörigen seien nicht möglich. Stipendien an russische Wissenschaftler oder Studierende würden aber weitergezahlt – sofern das Geld auf dem Konto einer deutschen Bank einlaufe.

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