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Improvisationstheater Gast der Ehe-, Familien und Lebensberatung

Beziehungsprobleme gehören häufig zum Alltag

Münster

Wenn Probleme in einer Beziehung auftauchen, sind Konflikte schnell an der Tagesordnung. Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) des Bistums hat vielfach mit den daraus resultierenden Sorgen alter und junger Menschen zu tun. Ein Impro-Theater wirft ein besonderes Licht auf solche Situationen.

wn

Die Schauspieler des Placebotheaters brachten auf humorvolle und spontane Weise alltägliche Beziehungsprobleme auf die Bühne. Foto: pbm/Ladermann

Ein Umzug ist ein Wendepunkt im Leben. Und das erste Zusammenziehen mit dem Partner erst recht. Der Meinung war zumindest das Publikum beim Improvisationstheater „Erzähl mal von Zuhause“ mit dem Placebotheater in der Pension Schmidt: Angesichts eines riesigen Schlafzimmers, zerlegt in seine Bestandteile und verpackt in Kartons, die im Nieselregen auf dem Parkplatz stehen, zweifelt der Mann: „Vielleicht ist zusammenzuziehen doch keine gute Idee?“ „Liebst Du mich etwa nicht?“, entgegnet die Frau hysterisch. Und schon ist der Konflikt perfekt.

Das Gelächter und der Beifall zeigten, dass die Placebo-Schauspieler Eva-Maria Jazdzejewski, Judith Suermann und Arnd Cremer, begleitet von Phillip Ritter am Keyboard, den Nerv des jungen Publikums getroffen hatten.

So erfüllte sich ein Wunsch des Veranstalters, der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) im Bistum Münster: auf humorvolle und spontane Weise alltägliche Beziehungsprobleme auf die Bühne zu bringen.

Als das Ensemble das Publikum aufforderte, mit typischen Beziehungssätzen von Zuhause die Inspiration für die nächste Szene zu liefern, nahmen die Zurufe kein Ende. Von „Der Hund kommt nicht aufs Sofa“ und „Das haben wir immer so gemacht“ über „Nicht mit der Gabel in die beschichtete Pfanne“, „Räum deine Schuhe weg“ und „Bleib mal locker“ bis hin zu „Ich habe geputzt“ und „Schön, dass es dich gibt“ war alles dabei. Die Aussagen schrieben die Darsteller auf Zettel und verteilten sie auf dem Bühnenboden. Das Publikum entschied sich für eine Szene im Bafög-Amt. Spontan bauten die Schauspieler die zufällig vom Boden gezogenen Sätze in ihr Stück ein, das – mit sanften Tönen musikalisch untermalt – mit einer innigen Umarmung des Bafög-Beamten und der Studentin endete und tosenden Applaus erntete.

Andrea Stachon-Groth, Leitern der EFL im Bistum Münster, freute sich über den großen Zuspruch der Impro-Show: „Wir möchten auf diesem Weg versuchen, jüngere Menschen anzusprechen.“ Schließlich sei der Name der Einrichtung „Ehe-, Familien- und Lebensberatung“ eher sperrig. „Dabei bieten wir auch für junge Leute ganz, ganz viel.“

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