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„Anders Advent“ des Bistums mit lateinamerikanischem Flair

Blick über den Tellerrand

Münster

Weihnachten mit einer starken lateinamerikanischen Note können derzeit die Besucher des Überwasserkirchplatzes erleben. Beim Projekt „AndersAdvent“ des Bistums geht aber nicht nur um bunte Folklore, sondern auch um Schattenseiten.

Von Helmut P. Etzkorn

Die Acrylbilder des Kunstkurses vom Gymnasium Wolbeck standen nach dem Adveniat-Gottesdienst auch beim Weihnachtsmarkt im Innenhof des Liudgerhauses an der Überwasserkirche im Mittelpunkt. Foto: hpe

Es ist so etwas wie ein Blick über den Tellerrand in die Welt mitten in Münster, aber trotzdem ein wenig wohltuend abseits vom hektischen Treiben in den Einkaufsmeilen und zwischen den Weihnachtsbuden.

Pünktlich zum bundesweiten Start des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat mit Bischof Felix Genn am Sonntag im Paulus-Dom öffnete nur fünf Fußminuten entfernt am Überwasserkirchplatz das Projekt „Anders Advent“ des Bistums.

Bunt, solidarisch, kulinarisch und musikalisch

Im Innenhof des Liudger­hauses präsentiert die Fachstelle Weltkirche einen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt, und der ist lateinamerikanisch geprägt. Bunt, solidarisch, kulinarisch und musikalisch geht es auf der Bühne, an Infoständen und den Verzehrbuden zu.

Besonders auffallend sind die kreativen Stadtszenen aus Münster und Mexiko-Stadt, die unter der Pädagogin Jutta Everwin im Kunstkurs am Gymnasium Wolbeck entstanden sind. Lebensfroh und pointiert präsentieren sich manche Bildmotive aus Münster, aber auch die Themen Umweltverschmutzung und Obdachlosigkeit werden künstlerisch dokumentiert.

Helle Sonne, graue Hochhäuser

Szenen aus Mexiko spiegeln den Kontrast der hellen Sonne und grauen Hochhäuser wider, auch die Hoffnung auf eine bessere Welt ist in den Acryl-Exponaten erkennbar. „Wir zeigen die Schattenseiten mit den leider sehr ausgeprägten sozialen Unterschieden und Nachteilen, indem wir prägnant die Slums um Mexiko-Stadt gemalt haben“, so Schülerin Lisann Weischer.

Besucher können sich an den Ständen über Projekte der Eine-Welt-Arbeit informieren, erfahren vom Aktionskreis Pater Beda, der Solidaritätsarbeit in Deutschland und Brasilien leistet.

Genuss für Gaumen und Ohren

Fair gehandelte Waren können entdeckt werden, lateinamerikanischen Musik ist zu hören, von der syrischen Pizza über den heißen Orangensaft bis zum mexikanischen Punsch gibt es viel Leckeres zu probieren. Die Finne-Brauerei hat einen „Charity-Gerstensaft“ aufgelegt und unterstützt Adveniat mit einem Bio-Craft-Bier.

Der „Anders Advent“, geöffnet noch bis zum 12. Dezember jeweils von 17 bis 20 Uhr unter der 2G-Regel, soll auch „ein Ort der Begegnung und des Austauschs im Zeichen der Solidarität und globalen Gemeinschaft sein“, so Judith Wüllhorst und Katharina Wortberg vom Bistum. Die Resonanz jedenfalls war am ersten Nachmittag sehr beeindruckend,

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