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Debatte um Böllerverbot

„Zentrales Feuerwerk mehr als überfällig“

Münster

Der Wunsch nach einem zentralen Feuerwerk wird lauter: Leserinnen und Leser unserer Redaktion haben sich größtenteils dafür ausgesprochen. Aus den verschiedensten Gründen.

Viele Leserinnen und Leser unserer Zeitung sprechen sich für ein Verbot von Böllern aus. Foto: IMAGO

Die Diskussion um ein Böllerverbot an Silvester reißt nicht ab. Nach dem Aufruf unserer Zeitung erreichen uns weiterhin zahlreiche Zuschriften, von denen wir hier eine weitere Auswahl veröffentlichen.

Doch vorab bleibt festzuhalten: Nicht alle, aber die weit überwiegende Zahl der Leserinnen und Leser, die sich gemeldet haben, wünschen sich zentrale, professionell organisierte Feuerwerke und ein Verbot von Böllern für den Privatgebrauch. Das ergibt die Auswertung der Zuschriften.

Walter Engelhardt befürwortet beispielsweise ein „ausnahmsloses Feuerwerksverbot an Silvester“, vor allem wegen der Verletzungsgefahren. „Wie kann man Jugendliche, eventuell gar Kinder unbeaufsichtigt mit Schießpulver hantieren lassen?“, fragt er.

Verstopfte Notaufnahmen

Ganz ähnlich sieht es Frank Klee: „Ich bin für ein Verbot privaten Feuerwerks. Nicht nur, weil es einige Chaoten gibt, die Einsatzkräfte damit beschießen. Es sind ganz normale Familienväter, die sich Finger oder ganze Hände wegsprengen, dabei auch ihre Kinder in Gefahr bringen und dann die Notaufnahmen verstopfen.“

Neben der „Geldverschwendung“ sind für Bärbel Laubach die Verschmutzung der Umwelt mit Feinstaub und Müll sowie die Überlastung der Notdienste und Krankenhäuser die Argumente gegen Feuerwerk in Privathand. Und außerdem: „Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine, wo zur Zeit ständig russische Raketen lärmend fliegen, empfand ich es Ende 2022 als besonders unpassend, fast beschämend, Feuerwerksraketen in die Luft zu schießen.“

Es gibt auch Gegenstimmen

Wie Münsters Feuerwehr-Chef Gottfried Wingler-Scholz plädieren viele, die sich zu Wort gemeldet haben, für zentrale Feuerwerke. Diese seien „mehr als überfällig“, findet nicht nur Maria Klapdor.

Doch es gibt auch Stimmen dagegen: „Wie handhaben es Familien mit (jüngeren) Kindern? Sollen die Kids nachts erst durch die ganze Stadt geschleppt werden, nur um dann zwischen Hunderten von Leuten zu stehen? Bitte Feuerwerk für jeden, die fiesen Böller können weg“, kommentiert Kati Wansing auf Facebook.

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