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Hilfstransport von Familie und Spedition

Bringen, was wirklich gebraucht wird

Münster

Spontane Idee, schnelle Umsetzung: Eine Familie aus Sprakel hat privat zusammen mit einem Kinderhauser Spediteur einen Hilfstransport nach Polen organisiert. Und sie bitten um ganz konkrete Spenden.

Von Pjer Biederstädt

Ukrainische Flüchtlinge kommen derzeit zu Tausenden in Polen an, so wie hier auf dem Bahnhof in Olkusz in Südpolen. Für sie organisiert Familie Zeisig einen Hilfstransport. Foto: dpa/PAP | Lukasz Gagulski

„Wir müssen etwas unternehmen“ – darin waren sich alle Familienmitglieder einig, als die Zeisigs am vergangenen Wochenende zusammensaßen.

Magdalena Zeisig und ihr Mann Michael leben nach eigenen Angaben seit 32 Jahren in Deutschland, kommen ursprünglich aus Polen und haben familiäre Verbindungen in die Ukraine. „Es ist uns ein großes Anliegen, den in Polen gestrandeten Ukrainern zu helfen“, sagt Magdalena Zeisig. Noch während des Familientreffens hatten ihr Bruder Georg Wigezzi und dessen Frau Katharina die Idee zu einem Hilfstransport.

Dann ging alles ganz schnell: Der Kinderhauser Spediteur Theo Schulz, bei dem Michael Zeisig lange gearbeitet hat, sagte zu, den Transport zu übernehmen. „Unter unseren Fahrern haben sich sofort ohne Ende Freiwillige gefunden, die unentgeltlich runter fahren“, erzählt Theo Schulz, der die Kosten für den am Samstagmorgen startenden Transport übernimmt.

Flyer zum Hilfstransport nach Polen Foto: Familie Zeisig

Die Kooperation mit einer Hilfsorganisation in Polen, die sich um Geflüchtete kümmert, war flugs auf die Beine gestellt. „Wir haben gefragt, was wirklich gebraucht wird, und sie haben uns eine Liste geschickt“, erklärt Magdalena Zeisig den Versuch, nicht wahllos Güter nach Polen zu bringen.

Spendenannahme – Wo? Was? Wann?

Am Freitag (4. März 2022) nehmen die Zeisigs Spenden an (siehe Infokasten). „Wir haben so etwas noch nie gemacht und sind gespannt, was passiert. Hoffentlich kommt nicht zu wenig und nicht zu viel“, so Magdalena Zeisig.

33 Paletten passen in den Vierzigtonner. „Mal sehen, ob es bei einem bleibt“, sagt Spediteur Theo Schulz. Spätestens seit er 2004 nach dem Tsunami im Indischen Ozean acht Lastwagen mit Spenden zum Düsseldorfer Flughafen geschickt hat, weiß er um die Hilfsbereitschaft der Münsteraner.

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