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Umweltausschuss berät über Sanierungen

Brunnen-Debatte plätschert vor sich hin

Münster

Die Stadt müsste viel Geld ausgeben, um ihre Brunnen wieder ans Laufen zu bringen. Jetzt lautet die Frage: alle nur ein bisschen – oder wenige gründlich? Das sind ungefähr die Positionen, die bis zur entscheidenden Ausschusssitzung am 7. Juni geklärt werden müssten.

Von Lukas Speckmann

Der Lambertibrunnen ist seit Jahren trocken – er würde wohl als erster städtischer Brunnen wieder in Betrieb genommen werden. Foto: Oliver Werner

Wer den Lambertibrunnen in Aktion sehen will, muss einen alten „Tatort“ gucken. Jeannine Oehlschläger, die Münsters Brunnen-Ruinen zu begutachten hatte, war jedenfalls beeindruckt, als sie neben Thiel und Boerne auch ihren prominentesten Patienten in voller Pracht im Fernsehen erlebte: „Ein sehr kraftvolles Wasserbild!“

Im Umweltausschuss stellte die Bauingenieurin aus Rostock ihr Gutachten vor. Wie berichtet, empfiehlt sie der Stadt, die überwiegend stillgelegten Brunnen der Reihe nach für fünf Jahre wiederherzurichten (Step 1), um bei den meisten eine anschließende Generalsanierung (Step 2) vorzuschlagen – wofür bislang allerdings kein Geld vorhanden ist.

Viele vorläufig oder wenige gründlich reparieren?

Die Mitglieder des Ausschusses lobten die Analyse, waren aber nicht sicher, was sie damit anfangen sollten. Wirklich dem Vorschlag folgen und erstmal alles reparieren – auf die Gefahr hin, in fünf Jahren wieder bei Null anzufangen? Oder Nägel mit Köpfen machen und einzelne Brunnen sofort gründlich sanieren? Auf die Gefahr hin, dass die meisten Brunnen dann noch jahrelang trockenbleiben . . .

Das sind ungefähr die Positionen, die bis zur entscheidenden Ausschusssitzung am 7. Juni geklärt werden müssten. Falls nicht sogar der Stadtrat selbst noch in die Beratung einsteigt – was bislang nicht vorgesehen ist.

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