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Jubiläum

Bunte-Kinder-Verein feiert 25-jähriges Bestehen

(Aktualisiert) Sein 25-jähriges Bestehen feierte der Bunte-Kinder-Verein am Samstag auf dem Gelände des Abi Südpark. Mit einer spannenden Vorstellung vom Zirkus Alfredo.

Christina Hustedt

Trotz des Regens: Erwartungsvolle Kinderaugen im Zirkuszelt. Foto: Christina Hustedt

Sein 25-jähriges Bestehen feierte der Bunte-Kinder-Verein am Samstag auf dem Gelände des Abi-Südpark. Und auch wenn Teile der Feier dem schlechten Wetter zum Opfer fielen, ließen es sich zahlreiche Gratulanten, darunter Oberbürgermeister Markus Lewe und Volker Maria Hügel von Pro Asyl, nicht nehmen, der Vereinsvorsitzenden Katharina Hegge und ihrem Team für ihre engagierte Arbeit mit Flüchtlingskindern und ihren Familien zu danken. Und für die kleinen Gäste gab es eine spannende Vorstellung mit dem Zirkus Alfredo.

„Als wir vor 25 Jahren angefangen haben als mobiler Verein, hatten wir ein Fahrrad mit einem kleinen Spielekoffer hintendrauf“, erinnert sich Katharina Hegge. Damals, 1991, sei die Zahl der Migranten in Deutschland ähnlich hoch gewesen wie jetzt, doch gerade für die Kinder habe es fast nichts gegeben, meist gingen sie nicht einmal in die Schule. „Das konnten wir nicht länger mit ansehen“, sagt die Vereinsvorsitzende. Die Gründungsmitglieder machten sich auf zu Behörden und warben um Unterstützer.

Heute bietet der Bunte-Kinder-Verein für Kinder von Flüchtlingen, Migranten und deutschen Familien ein regelmäßiges Programm, und längst sind die Betreuer zu kompetenten Partnern im Umgang mit Flüchtlingskindern geworden. Ziele von Ferienfreizeiten, Sport- und Spielaktionen und Hausaufgabenbetreuung sind die Integration ausländischer Kinder und die Völkerverständigung, bei der auch die Eltern mit einbezogen werden. Dazu gehört auch ein Angebot in Flüchtlingsunterkünften.

„Sie und ihre Mitstreiter haben früh schon gefühlt, was heute in der Flüchtlingsarbeit wichtig und aktuell ist“, lobte Oberbürgermeister Markus Lewe das Engagement des Vereins. Dessen Arbeit sollte Vorbild sein. Er als Vertreter der Bürger Münsters sei stolz, dass es hier so viele engagierte Menschen gebe. „Wir haben die Chance zu teilen und neue Formen des Miteinanders zu leben“, betonte er. „Lassen Sie uns bunte Dörfer in unserer Stadtgesellschaft bauen.“ Mahnende Worte fand Volker Maria Hügel (GGUA und Pro Asyl) in seinem Festvortrag.

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