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ARD-Talkshow

Scharfe Diskussionen um „Hart aber fair“-Auftritt von Carla Reemtsma

Münster

Die Aktivistin Carla Reemtsma, die auch bei "Fridays for Future" in Münster aktiv war, war zu Gast bei „Hart aber fair“. Während der Talkshow entbrannte in den sozialen Netzwerken eine heftige Diskussion – teilweise ging es unter die Gürtellinie.

Von Jonas Wiening

Die Klima-Aktivistin Carla Reemtsma war am Montagabend bei der ARD-Talkshow "Hart aber fair" zu Gast. Foto: Screenshot / ARD Mediathek

Am Montagabend war die Klima-Aktivistin Carla Reemtsma – unter anderem schon bei „Fridays For Future“ in Münster aktiv –  zu Gast in Frank Plasbergs ARD-Talkshow „Hart aber fair“.

Gemeinsam mit dem Meteorologen Sven Plöger, dem ehemaligen Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Werner Marnette (CDU), und der stellvertretenden NRW-Ministerpräsidentin, Mona Neubaur (Grüne), diskutierte Reemtsma zum Thema „Die Jahrhundert-Dürre – Erleben wir gerade unsere Zukunft?“.

"Wir erleben die Realität"

Die Klima-Aktivistin von „Fridays for Future“, die in Münster studierte, hatte zu der Fragestellung des Abends eine klare Meinung: „Wir erleben nicht unsere Zukunft, wir erleben die Realität, die Gegenwart.“ Die Heftigkeit der aktuellen Naturkatastrophen würden sogar ihre schon schlimmen Erwartungen übertreffen, sagte Reemtsma, die sich insbesondere mit dem CDU-Politiker Marnette über Atomkraft stritt. 

Marnette forderte eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, um die Strom-Versorgung im Land zu sichern. Die Aktivistin konterte: „Atomkraft ist nie eine Antwort.“ Sie plädierte für einen weiteren und schnellen Ausbau von erneuerbarer Energie und sagte, dass 2035 der gesamte Energiebedarf damit gedeckt werden könne. Kohle, Öl und Gas seien das größte Sicherheitsrisiko.

„9-Euro-Ticket eine soziale Entlastungsmaßnahme“

Auf Nachfrage von Moderator Frank Plasberg zu aktuellen Preissteigerungen in vielen Bereichen und möglichen Entlastungen sagte Carla Reemtsma nur, dass das 9-Euro-Ticket eine soziale Maßnahme sei, die sowohl zur Entlastung als auch zum Klimaschutz  beitrage. Sie kritisierte das Auslaufen des Tickets zum Monatsende.

In den sozialen Netzwerken wurde Reemtsma für ihre Aussagen scharf kritisiert. Dort hieß es, dass sie als Millionärserbin gut reden hätte und dass sie „Klima-Panik“ schüren würde.  Andere Kommentare gingen weiter, überschritten Grenzen und griffen die Münsteranerin persönlich an. Der Hashtag #Reemtsma trendete bei Twitter.

Andere Nutzer in den sozialen Netzwerken verteidigten Reemtsma und kritisierten die teils „sexistischen“ oder „realitätsverweigernden“ Kommentare zu dem „Hart aber fair“-Auftritt.

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