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Kritik an Junger Union

CDU-Kreisvorsitzender Stefan Weber: „Foto von der Website entfernen“

Münster

Der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Weber hat die Junge Union gebeten, sich von dem im Dezember veröffentlichten, umstrittenen Foto zu distanzieren. Das Foto zeigt den JU-Vorstand vor einer schwarz-weiß-roten Fahne.

Klaus Baumeister

Dieses Foto soll nach dem Willen der CDU von der Homepage der Jungen Union entfernt werden. Foto: JU

In einer Pressemitteilung schrieb Weber: „Die JU hat mittlerweile das Foto von ihrer Facebook-Seite entfernt, weil sie offenbar eingesehen hat, dass es zu missverständlichen Reaktionen Anlass gibt. Ich würde es daher auch von der Website der JU entfernen.“ Bereits zuvor hatten CDU-Politiker das Verhalten des eigenen Nachwuchses gerügt.

Der JU-Vorsitzende Stefan Alexander Roth erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, dass der JU-Vorstand über den Wunsch der Kreispartei beraten werde. Roth räumte ein, dass die Kontroverse „nervig“ sei. Zugleich bekannte er aber: „Ich habe kein Problem mit dem Foto“, da nicht die ehemalige Reichsflagge, sondern die (farblich identische) Flagge einer Studentenverbindung gezeigt werde.

Weber wies die Kritik des SPD-Vorsitzenden Dr. Michael Jung zurück, der die CDU aufgeforderte hatte, ihre Nachwuchspolitiker zu maßregeln. Weber plädierte für mehr Gelassenheit: „Sowohl CDU als auch SPD wissen wie wichtig es ist, dass ihre Jugendorganisationen eigenständig agieren und nicht vor der Mutterpartei gegängelt werden.“

Im Internet geht Roth hart mit Jung ins Gericht und bezeichnet ihn als „Kermit“. Der SPD-Parteichef gehöre zu den Politikern, „die kein Mensch braucht“. Gleichwohl ist der Schaden für die münsterische JU immens: Wer sie googelt, stößt sofort auf die Begriffe „Reichsflagge“ und „Reichskriegsflagge“.

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