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Zehn Jahre Nanotechnologie in Münster

CeNTech ist eine Erfolgsgeschichte

Münster

„Die Erwartungen wurden nicht nur erreicht, sondern übertroffen“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe. Das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) hat es geschafft, zu einem festen Bestandteil der nationalen und internationalen Nano-Szene zu werden. Am Donnerstag wurde mit einem Festakt das zehnjährige Bestehen der Einrichtung gefeiert.

Martin Kalitschke

Feierten zehn Jahre CeNTech ( v.l.): Walther Pelzer (NRW-Wissenschaftsministerium), Moderator Boeing, Wolfgang Heckl (Deutsches Museum München), Wolf Michael Catenhusen (Deutscher Ethikrat), Cornelia Denz (Universität), Harald Fuchs (wissenschaftlicher Leiter des CeNTech), Oberbürgermeister Markus Lewe und CeNTech-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers Foto: Oliver Werner

In den zehn Jahren seit seiner Gründung hat es das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) geschafft, zu einem festen Bestandteil der nationalen und internationalen Nano-Szene zu werden. Dies betonte Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der CeNTech GmbH und der Wirtschaftsförderung Münster, am Donnerstag im Rathausfestsaal, wo mehr als 150 Gäste auf ein Jahrzehnt CeNTech zurückblickten. Alle Redner waren sich einig: Bislang ist das Zentrum eine einzige Erfolgsgeschichte.

„Die Erwartungen wurden nicht nur erreicht, sondern übertroffen“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe. Das CeNTech habe sich zu einem „Ort der Innovation und Zukunftsgestaltung“ gemausert. Dr. Walther Pelzer vom NRW-Wissenschafts-ministerium bescheinigte der Einrichtung, sehr früh eine Vorreiterrolle in der Nanoforschung übernommen zu haben. Dr. Cornelia Denz, Prorektorin der Universität, sprach gar davon, dass die Hochschule „stolz“ auf das CeNTech sei.

2003, bei seiner Gründung, war die Einrichtung das europaweit erste interdisziplinäre Zentrum für Nanotechnologie. Grundlagenforschung, Patententwicklung, Entwicklung anwendungsfähiger Produkte sowie deren Herstellung und Vertrieb unter einem Dach – dieses Konzept war damals vollkommen neu. Acht Forschungs- und Entwicklungsgruppen arbeiten heute im CeNTech, zudem neun Unternehmen. Schon bald wurde es hier zu eng. Anfang 2013 folgte die Eröffnung des CeNTech II, das die Kapazitäten für 70 Wissenschaftler der Universität noch deutlich erweiterte.

„Bei der zunehmenden Anwendung der Nanotechnologie in vielen Bereichen des Alltags ist die Erweiterung von Forschungskapazitäten unverzichtbar“, so Prof. Dr. Harald Fuchs, Mitbegründer des CeNTech und dessen wissenschaftlicher Leiter. Die Anwendungsmöglichkeiten von Produkten aus der Nanotechnologie sind breit gefächert, so machen sie Windräder effektiver, reduzieren den Energieverbrauch von Autos, verbessern die Qualität künstlicher Hüften und ermöglichen neue Anwendungen in der Medizintechnik – um nur einige Beispiele zu nennen. „Viele Nachwuchsforscher kommen nur nach Münster, weil die Atmosphäre stimmt und weil sie Dinge mitgestalten können“, sagte Fuchs am Donnerstag. Zudem versprach er für die kommenden Jahre weitere innovative Ideen.

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