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Corona-Impfung

Apotheker im Münsterland beginnen mit dem Impfen

Münster/Münsterland

Ab Dienstag (8. Februar) beginnt in NRW ein weiterer Schritt der Impfkampagne. Auch in Apotheken sind dann Corona-Impfungen möglich. Die Apothekerkammer sieht das als Chance im Kampf gegen die Pandemie.

Bisher war es noch Kochsalzlösung, die in den Oberarmen der Schulungsteilnehmer*innen „verimpft“ wurde, doch ab dem 8. Februar kann es losgehen: Die Apotheken können dann ins Impfgeschehen gegen Covid-19 einsteigen.

Ab Dienstag (8. Februar) können Menschen in Nordrhein-Westfalen auch in Apotheken gegen das Coronavirus geimpft werden. "Die Apotheken können dann ins Impfgeschehen gegen Covid-19 einsteigen und einen weiteren Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten", erklärt Apothekerin Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL), in einer Pressemitteilung. "Die Voraussetzungen dafür sind genügend Impfstoff und viele Patientinnen und Patienten, die sich impfen lassen möchten."

Die Vorbereitungen für Corona-Impfungen in den öffentlichen Apotheken liefen nach Angaben der Apotekerkammer in den vergangenen Wochen auf Hochtouren, die Praxisschulungen für Apothekerinnen und Apotheker fanden an sieben Tagen pro Woche statt. "Derzeit gehen wir davon aus, dass bis Ende März nahezu die Hälfte der Apotheken grundsätzlich impfbereit ist", prognostiziert Overwiening. Die tatsächliche Beteiligung sei jedoch von der Nachfrage nach Impfungen sowie möglichen Nachfolgeimpfungen und vom Verlauf der Corona-Pandemie abhängig. "Rechtlich dürfen Apotheker Erst-, Zweit- oder Booster-Impfungen bei Patienten ab zwölf Jahren vornehmen", teilt die Apothekerkammer mit.

Impfen in Apotheken nur bei entsprechender Nachfrage

Wann und ob welche Apotheke Impfungen anbietet, ist von der Situation vor Ort abhängig. So werde die Nachfrage einen Einfluss darauf haben, ob in einer Apotheke geimpft wird: Ist das Impfstoff-Vial, das beispielsweise zehn Impfdosen enthält, einmal angebrochen, muss es innerhalb eines bestimmten Zeitraums verimpft werden – ansonsten verfällt es. "Und es muss unser Ziel sein, dass kein Impfstoff entsorgt werden muss", wie Overwiening betont. Daher geht Overwiening davon aus, dass manche Apotheken das Impfen – eine freiwillige Leistung – nur bei entsprechender Nachfrage anbieten.

Laut der Mitteilung der Kammer gehe es den Apotheken nicht darum, den Ärzten die Patienten abspenstig zu machen. "Wir haben uns bei diesem Thema nie aufgedrängt. Genug zu tun haben wir auch so und arbeiten seit zwei Jahren an der Grenze der Belastbarkeit", stellt Overwiening klar. Aber es gehe nun mal um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Man habe daher stets betont: "Wenn Politik und Gesellschaft möchten, dass wir durch Impfungen unterstützen, dann ermöglichen wir das."

Apothekerin Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe

Overwiening sieht durch Impfungen in Apotheken eine Chance – nicht nur, aber gerade auch mit Blick auf eine vierte Impfung: "Dann haben wir dezentral noch mehr Möglichkeiten, die Bevölkerung zu schützen." Zudem müsse man bedenken, dass "die Apotheken vor Ort sehr niedrigschwellige Anlaufstellen im Gesundheitssystem sind. Hier kann man auch einfach reingehen und fragen. Vielleicht erreichen wir dadurch auch Menschen, die durch die bisherigen Impf-Angebote aus verschiedenen Gründen nicht erreicht wurden. Das wäre eine große Chance, die Impfquote zu steigern."

Video in Kooperation mit dem WDR:

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