1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Corona-Mutationen bei vier Münsteranern festgestellt

  6. >

Pandemie in Münster

Corona-Mutationen bei vier Münsteranern festgestellt

Münster

Eine Mutation des Coronavirus ist in Münster angekommen: Die Stadt bestätigte am Nachmittag, dass bei vier Covid-Patienten das mutierte Virus nachgewiesen wurde. 

Ralf Repöhler/pd

In Münster sind aktuell 414 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Foto: dpa (Symbolbild)

zwischen sind es mindestens vier Fälle: Der Stadt waren bis Mittwochabend vier labordiagnostisch bestätigte Infektionen mit dem mutierten Coronavirus bei Münsteranern bekannt. Dabei handelt es sich um die britische Virusvariante, so Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer auf Anfrage.

Ein Patient habe sich im beruflichen Kontext infiziert. Ein Fall geht offenbar auf eine Auslandsreise zurück, hier habe sich scheinbar ein weiteres Familienmitglied infiziert. Und bei einem weiteren Fall würde die Umstände noch geklärt, bestätigte ein Stadtsprecher.

Unterbrechung möglicher Infektionsketten 

Gesundheitsamtsleiter Dr. Norbert Schulze Kalthoff hatte den Corona-Krisenstab am Mittwoch über zunächst drei Fälle von Infektionen mit neuen hochansteckenden Varianten des Coronavirus informiert. Die zu der Zeit noch drei Betroffenen, allesamt Patienten mittleren Alters, würden medizinisch versorgt.

Mit Kontaktnachverfolgung und Quarantänemaßnahmen hätten die Verantwortlichen alle gebotenen Maßnahmen zur Unterbrechung möglicher Infektionsketten ergriffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Heuer: „Nach den uns vorliegenden Erkenntnissen weichen die Krankheitsverläufe, die durch die neuen Corona-Mutationen ausgelöst werden, nicht wesentlich von den Krankheitsverläufen bei herkömmlichen Covid-Infektionen ab.“

Mutationsverdacht am UKM

Die besondere Gefährlichkeit bestehe darin, dass man sich wesentlich leichter infizieren könne, so Heuer. Er nimmt das Auftauchen der ersten Virus-Mutationen in Münster zum Anlass, eindringlich zur Einhaltung der bekannten Anti-Corona-Schutzregeln aufzufordern.

Das Uniklinikum bestätigte am Mittwoch einen Mutationsverdacht bei einem Patienten, der von einem anderen Klinikum übernommen wurde. Der Abstrich werde sequenziert, Ergebnisse lägen noch nicht vor, so eine Sprecherin. Da der Patient nicht in Münster wohnt, fließt er nicht in die städtische Corona-Statistik ein.

Trotz der neuen Mutationsfälle lag Münsters Inzidenz am Mittwoch mit 30,8 und damit deutlich unter der 50er-Marke. Eine 80-jährige Frau ist an einer Covid-19-Infektion gestorben. Es ist Münsters 92. Todesfall im Zusammenhang mit Corona

Startseite