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Coronavirus in Münster

Corona-Patient ist jetzt zu Hause in Quarantäne

Münster

Der Münsteraner, bei dem eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, hat inzwischen die Uniklinik verlassen. Er befindet sich jetzt in seiner Wohnung in Quarantäne. Unterdessen sind mehrere Kongresse, die im März in Münster stattfinden sollten, abgesagt worden.

Martin Kalitschke

Das UKM hat einen Bereich für Corona-Verdachtsfälle eingerichtet. Foto: Matthias Ahlke

Der 51-Jährige Münsteraner, der mit dem Corona-Virus infiziert ist, hat die Uniklinik Münster (UKM) verlassen und befindet sich nun in seiner Privatwohnung in Quarantäne. Dort muss er über seinen Gesundheitszustand Tagebuch führen und zwei Mal täglich Fieber messen. Die Ergebnisse muss er einmal täglich dem Gesundheitsamt mitteilen, so Behördenleiter Norbert Schulze Kalthoff.

Die Quarantäne werde frühestens in zehn Tagen enden. Sollte der Mann dann symptomfrei sein, werde er innerhalb von 24 Stunden zwei Mal auf das Coronavirus getestet. Fällt das Ergebnis negativ aus, darf er seine Wohnung wieder verlassen, so Schulte Kalthoff.

Die Zusammenarbeit mit dem Mann sei sehr gut. Dennoch habe die Stadt eine Ordnungsverfügung erstellt. „So können wir über die Auflösung der Quarantäne entscheiden“, sagt der Behördenleiter. Sollte der 51-Jährige vorzeitig seine Wohnung verlassen, dann könne er „zwangsweise in ein Spezialkrankenhaus abgesondert“ werden. Dieses befinde sich in Bayern. Schulte Kalthoff geht allerdings nicht davon aus, dass dies nötig sein wird.

Unterdessen konnte der Diebstahl von Desinfektionsmittel aus einem Lager des UKM noch nicht aufgeklärt werden. Laut Polizei wurden 100 Liter gestohlen, zuvor war die Tür des Lagers aufgebrochen worden. Nun sichern Kameras den Bereich.

Veranstaltungen abgesagt

Wegen der Corona-Epidemie wurden am Dienstag mehrere Veranstaltungen in Münster abgesagt. Ein für den 7. März geplantes Symposium der Fachklinik Hornheide soll im Frühsommer nachgeholt werden. 180 Ärzte hatten sich angemeldet. Sie sollten jetzt besser in ihren Praxen sein, so Dr. Hans-Joachim Schulze, Chefarzt der Dermatologie. Zudem hat der Hausärzteverband Westfalen-Lippe seinen Hausärztetag abgesagt. Er sollte vom 5. bis 7. März in Münster stattfinden. Und auch die für den 9. März geplante Archäologie-Fachtagung des Landschaftsverbandes mit 400 Teilnehmern wurde gestrichen. Sie soll in der zweiten Jahreshälfte nachgeholt werden.

Derweil appelliert das UKM an die Bürger, Blut zu spenden. Wegen der Erkältungs- und Grippezeit sowie der Unsicherheit wegen des Coronavirus sei das Spendeaufkommen aktuell „sehr gering“. Spendewillige, die sich in einem vom Coronavirus betroffenen Risikogebiet aufgehalten haben, seien aber für vier Wochen von der Blutspende ausgeschlossen.

Ein Info-Telefon zu schulspezifischen Fragen zum Coronavirus wird ab heute die Bezirksregierung freischalten ( 411-4198, montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr).

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