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Überfüllte Busse vor Unterrichtsbeginn

Corona-Regeln auf dem Schulweg außer Kraft

Münster

In den Schulen gelten komplizierte Corona-Schutzregeln, um Infektionen zu vermeiden. In den Bussen auf dem Schulweg aber kommen sich die Kinder und Jugendlichen oft gefährlich nahe, kritisieren Eltern.

Karin Völker

Foto: Stadtwerke Münster

Versetzte Pausenzeiten, Schüler aus verschiedenen Klassen sollen sich möglichst nicht zu nahe kommen: Die Schulen haben ein diffiziles Geflecht von Corona-Schutzmaßnahmen installiert – das aber ist vor der ersten Stunde für viele Kinder Makulatur. Auf manchen Buslinien herrscht in der Stoßzeit vor Unterrichtsbeginn in den Bussen erhebliches Gedränge.

„Auch wenn die Kinder Masken tragen, kommen sie sich so auf dem Schulweg sehr nahe“, gibt die Ärztin Dr. Gesine Dannlowski zu bedenken. Ihre Tochter fährt auf dem Schulweg jeden Morgen mit der Linie R 22 zum Ludgerikreisel. Sämtliche Sitzplätze seien mitunter schon besetzt, wenn das Mädchen zusteigt. Und Jan-Benjamin Peters aus Hansell fragt: „Was macht das für einen Sinn, die Schüler gestaffelt nach Jahrgängen während der gesamten Schulzeit zu separieren, die Kinder jedoch vor und nach der Schule völlig heterogen durchmischt in einem völlig überfüllten Bus ohne Belüftung gemeinsam den Schulweg antreten müssen?“

Nachbesserungen geplant

Die Stadtwerke Münster haben das Thema auf dem Schirm und wollen nachbessern, sagt eine Sprecherin. Probleme mit überfüllten Bussen gebe es auch auf der Linie 14, auf deren Strecke mehrere große Schulen liegen. „Wir versuchen auf stark frequentierten Linien zu Stoßzeiten zusätzliche Busse einzusetzen und so einen Fünf-Minuten-Takt einzurichten“, so die Sprecherin. Busse stünden dafür noch zur Verfügung, problematisch sei die Besetzung mit Fahrern. Und weiter: „Was helfen würde, wäre eine Entzerrung der Schulanfangszeiten.“

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