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Pandemie

Corona: Fast 5,5 Millionen Bürgertests in Münster

Münster

Restaurant, Fitnessstudio, Kino: Zwischenzeitlich ging ohne ein negatives Corona-Testergebnis fast nichts. Das zeigen auch aktuelle Zahlen: Seit Beginn der Pandemie wurden in Münster fast 5,5 Millionen Bürgertests durchgeführt.

In Münster wurden in den Jahren 2021 und 2022 etwa 5,5 Corona-Bürgertests durchgeführt. Foto: dpa (Symbolbild)

Knapp 3,2 Millionen Bürgertests wurden im vergangenen Jahr in Münster durchgeführt. Das sind laut einer städtischen Pressemitteilung fast eine Million Tests mehr als im Vorjahr (2,26 Millionen) – allerdings startete die kostenlose Bürgertestung auch erst im März 2021. Bis Ende 2022 wurden dem NRW-Gesundheitsministerium 5.453.276 Bürgertests aus Münster gemeldet.

Testungen, Impfungen, Kontaktverfolgung: Insbesondere in den pandemischen Spitzen hatte das Gesundheitsamt nach Angaben der Stadt „enorme Arbeitsaufkommen zu stemmen“. Zuletzt war dies vor allem in den Sommermonaten 2022 der Fall, als die Positivrate aller Testungen nach städtischen Angaben zwischenzeitlich bei über zwölf Prozent lag. Die hohen Infektionszahlen lagen vor allem in der hochansteckenden Omikron-Variante im Zusammenspiel mit den bundesweiten Lockerungen der Corona-Beschränkungen begründet.

Im Jahresmittel und vor allem aufgrund eines sehr „negativen“ Frühjahrs pendelt sich diese Rate bei 4,5 Prozent ein. Ähnlich endete dann auch das Jahr: Im Dezember wurden insgesamt 71.909 Bürgertests durchgeführt, davon waren 3.471 positiv – eine Positivrate von 4,67 Prozent.

Noch etwa 60 Bürgerteststellen in Münster

Neun Teststellen haben zum Jahresende ihre Tätigkeit eingestellt, einige davon zunächst nur „vorübergehend“, wie es heißt. Weitere Teststellen könnten jedoch folgen. Aktuell sind neben den Arztpraxen etwa 60 Bürgerteststellen in Münster beim städtischen Gesundheitsamt registriert und damit offiziell zugelassen. 17 Bürgerteststellen bieten überdies die PCR-Diagnostik an.

Nur PCR-bestätigte Corona-Infektionen werden für die Sieben-Tage-Inzidenz berücksichtigt. Aufgrund dieser Vorgabe und deutlich höherer Hürden bei der Gewährung kostenfreier Bürgertests kann die Inzidenz bereits seit vielen Monaten nur noch Tendenzen abbilden – „ein umfassendes Bild der tatsächlichen Infektionslage liefert sie jedoch nicht mehr“, wie Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Leiter des Gesundheitsamtes, sagt. Laut Robert-Koch-Institut liegt die Inzidenz in Münster mit Stand Freitag (6. Januar) bei 212,8.

Entsprechend der Testverordnung des Bundes werden diese Bürgertestungen noch bis zum 28. Februar 2023 angeboten. Eine Fortführung ist aktuell nicht vorgesehen.

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