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Angriff auf Industrie- und Handelskammern

Cyberattacke trifft auch die IHK Nord Westfalen

Münster/Dortmund

Wegen eines Cyberangriffs sind die IT-Systeme der Industrie- und Handelskammern (IHK) aus Sicherheitsgründen vorsorglich heruntergefahren worden. Betroffen sind alle 79 IHK in Deutschland betroffen – auch die IHK Nord Westfalen in Münster.

Von Jürgen Stilling und dpa

Die IHK am Sentmaringer Weg in Münster ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Foto: Oliver Werner

Die Webseiten aller IHK in ganz Deutschland sind aktuell nicht aufrufbar, ebenso seien oft die Telefonanlagen betroffen, sagte ein Sprecher der IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung (GfI). Man werde jetzt die einzelnen Dienste sukzessive prüfen. Sind sie sauber, werden sie wieder hochgefahren, Es werde intensiv an Lösungen und Abwehrmaßnahmen gearbeitet, hieß es.

Auch bei der IHK Nord Westfalen in Münster ging zeitweise. nichts „Inzwischen sind wir telefonisch weitgehend wieder erreichbar“, sagte IHK-Sprecher Berthold Stein. Verluste sensibler Daten habe man bislang nicht festgestellt. Man könne aber weder E-Mails empfangen oder verschicken, noch sei die Homepage der Kammer im Internet aufrufbar. Auch Online-Formulare standen am Donnerstag nicht zu Verfügung. Hintergründe und Ausmaß der Störung seien unklar, so Stein.

Man habe am Mittwochnachmittag „Aktivitäten“ bemerkt, sagte indes der GfI-Sprecher. Daraufhin seien am späten Abend als Präventionsmaßnahme die IT-Systeme heruntergefahren worden. Man spreche von einer „möglichen“ Cyberattacke, betonte er. Das zentrale interne Verwaltungssystem laufe indes weiter.

Bundesweit häufen sich aktuell Cyberattacken auf Unternehmen und Institutionen.

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