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ADFC-Umfrage unter mehr als 100 000 Radlern

Das beste Fahrradklima

Münster

Münster wurde zum sechsten Mal in Folge als Stadt mit dem besten Fahrradklima in Deutschland ausgezeichnet. Und zwar in der Gruppe der Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern. Der ADFC sieht in Münster allerdings noch Verbesserungs-Potenzial.

wn

Michael Milde, Leiter der städtischen Verkehrsplanung, nahm die Siegerurkunde bei der Auszeichnungsveranstaltung in Berlin entgegen. Rainer Bomba (l.), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, und Ulrich Syberg (r.), ADFC-Bundesvorsitzender, gratulierten. Foto: Michael Deckbar

(aktualisiert) Fahrradfreundlichkeit ist in Münster ein werbewirksames Aushängeschild. Seine Berechtigung haben die Bürger im aktuellen Fahrradklima-Test 2014 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) nun bestätigt. Zum sechsten Mal in Folge erhielt die Stadt am Donnerstag unter den Städten mit mehr als 200 000 Einwohnern die Auszeichnung für das beste Fahrradklima in Deutschland. Vertreter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung nahmen die Siegerurkunde bei einer Feierstunde in Berlin entgegengenommen.

Die Einschätzungen und Erfahrungen, die die Bürger beim Test benannt haben, gelte es nun auszuwerten, erklärt Oberbürgermeister Markus Lewe. „Der Preis ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich, weiterhin aktiv für ein ausgezeichnetes Fahrradklima zu sorgen.“

Der ADFC-Fahrradklima-Test sei die größte Nutzerumfrage zum Radverkehr weltweit und habe sich in den vergangenen 25 Jahren eine hohe Anerkennung in der Fachwelt erworben, teilt die Stadt mit. Mehr als 100 000 Radfahrer beantworteten diesmal 27 Fragen in fünf Kategorien (Fahrrad- und Verkehrsklima, Stellenwert des Radverkehrs, Sicherheit beim Radfahren, Komfort beim Radfahren, Infrastruktur und Radverkehrsnetz.

Besonders gut abgeschnitten hat Münster in den Punkten Erreichbarkeit des Zentrums (1,4), Öffnung der Einbahnstraßen in Gegenfahrtrichtung (1,6) und Wegweisung (1,9), erklärt Matthias Wüstefeld, zweiter Vorsitzender des ADFC Münster/Münsterland. Nicht ganz so gute Noten gaben die Bürger in den Punkten Konflikte mit Pkw-Fahrern (3,2), Fahrraddiebstahl (4,9) und Fahrradabstellanlagen (3).

Den Kommunen hilft der Fahrradklima-Test bei der Standortbestimmung und hilft bei weiteren Planungen. Die jetzige Gesamtnote von 2,5 müsse Ansporn sein für weitere Verbesserungen, so Wüstefeld. „Münster lag schon einmal bei der Gesamtnote 1,8.“

Auf der Prioritätenliste des ADFC stehe vielerorts vor allem eine größere Radwegebreite. Radfahrer müssten vor allem in Kreuzungsbereichen besser im Sichtfeld der Pkw-Fahrer unterwegs sein. Zudem fehlten auch in den Wohngebieten vernünftige Fahrrad-Abstellanlagen.

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