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Schulöffnungen in Münster

Das Land wünscht keine Sonderregeln

Münster

Am Montag kehren knapp 20.000 Schülerinnen und Schüler in Münster an die Schulen zurück. Die Stadt hat ein Maßnahmenpaket für den Infektionsschutz beschlossen. Das sieht unter anderem Corona-Tests und medizinische Masken vor.

Karin Völker

Die Dauerpause der hochgestellten Stühle in den Schulen ist vorbei. Ab Montag kehren in Münster rund 20.000 Kinder und Jugendliche in den Präsenzunterricht zurück Foto: dpa/Marijan Murat

In Münster mit seiner landesweit seit Wochen niedrigsten Corona-Inzidenz wird es vorläufig in den Schulen keinen Sonderweg bei den Schulöffnungen geben. „Das Land hat uns gegenüber deutlich gemacht, dass es im Handlungsfeld Bildung und Erziehung keine individuellen Regelungen für einzelne Kommunen wünscht“, erklärt dazu der münsterische Schuldezernent Thomas Paal. Die Stadt hatte angesichts der niedrigen Infektionsrate beim Land erreichen wollen, dass die Grundschulen möglicherweise mit allen Kindern gleichzeitig starten könnten.

Demnach wird am Montag der Start in den münsterischen Schulen nach denselben Regel verlaufen wie überall im Land. Das bedeutet: Die Grundschulen beginnen in geteilten Klassen, die abwechselnd in Präsenz unterrichtet werden. Die weiterführenden Schulen und Berufskollegs haben für ihre Abschlussklassen individuelle Konzepte entsprechend der Vorgaben des Landes entwickelt. Rund 20.000 Kinder und Jugendliche kehren in Münster in den Präsenzunterricht zurück.

Schulen eine verlässliche Basis bieten

Dezernent Paal betont, dass die Umsetzung der vom Land am 11. Februar aufgestellten Regeln für die Fortsetzung des Präsenzbetriebs für die Schulen eine große Herausforderung darstellten. „Der Respekt vor dieser Arbeit gebietet es, den Schulen eine verlässliche Basis zu verschaffen und Veränderungen in den Rahmenbedingungen nur mit einem gehörigen zeitlichen Vorlauf und in einem weitestmöglichen Konsens vorzunehmen“, fügt er hinzu.

Abseits von den für das ganze Land geltenden Regeln, unter denen der Präsenzunterricht nun wieder aufgenommen wird, will die Stadt das Infektionsgeschehen an Schulen durch zusätzliche Tests absichern. „Wir wollen Tests auch den in Gruppe 2 eingestuften Kontaktpersonen ermöglichen, also jenen, die einen geringeren unmittelbaren Kontakt zu einem Infektionsfall hatten“, sieht  Paal einen Weg in diese Richtung.

Eltern sollen Coronatests durchführen

Dafür setze die Stadt auf die zugelassenen Laientests, die im Elternhaus mit den Kindern durchgeführt werden könnten. Die Schulen hielten  für den Bedarfsfall auch medizinische Masken für Schüler bereit. Unterdessen hat die CDU-Ratfraktion beantragt, die Stadt möge sämtliche Klassenräume der städtischen Schulen mit Luftfilteranlagen ausstatten. Bisher waren auf städtische Kosten 300 solcher Anlagen für schlecht zu lüftende Schulräume angeschafft worden. Die CDU beziffert die Kosten dafür auf rund 4,7 Millionen Euro.

Darüber hinaus stehen allen Lehrkräften und Beschäftigten in den Schulen FFP2- oder medizinische Masken zur Verfügung; für die Schülerinnen und Schüler werden medizinische Masken als Ersatz in den Schulen vorgehalten. Außerdem werde der Unterricht an den Innenstadt-Gymnasien weiter 30 Minuten später beginnen.

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