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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft lobt Helfer in Flüchtlingsheimen

"Das macht mich stolz"

Münster

Festgeklebt an der 25-Prozent-Marke: Wie die SPD aus dieser Situation wieder heraus kommen will, erläutert die Ministerpäsidentin Hannelore Kraft im Interview. Großes Lob verteilt sie im Gespräch mit unseren Redaktionsmitgliedern Norbert Tiemann und Hilmar Riemenschneider an die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Flüchtlingsunter künften.

Hilmar Riemenschneider

Visite in Münster: Vor einem Auftritt mit SPD-OB-Kandidat Jochen Köhnke (2.v.l.) traf Hannelore Kraft die Redaktionsmitglieder Norbert Tiemann (r.) und Hilmar Riemenschneider. Foto: Jürgen Peperhowe

Frau Kraft, nur 35 Prozent der SPD-Mitglieder halten einer Umfrage zufolge Sigmar Gabriel für einen geeigneten Kanzlerkandidaten, 50 Prozent äußern sich zufrieden mit seiner Arbeit als Parteivorsitzender. Wundert es Sie eigentlich angesichts dieser Zahlen, dass sich die SPD eine Kandidaten-Debatte leistet?

Kraft: Gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig es war, das Wirtschaftsressort zu wählen. Sigmar Gabriel hat eine von Schwarz-Gelb völlig falsch organisierte Energiewende neu ausgerichtet, damit sie zu einem Erfolgsmodell werden wird. Dass es für die SPD ohne Zweifel richtig ist, wirtschaftspolitische Kompetenz zu zeigen, um auch eine Regierung führen zu können, da bin ich mir mit Sigmar Gabriel völlig einig.

Foto:

Die SPD steht auf der anderen Seite gut da, weil sie neun Ministerpräsidenten stellt. Alle Neun einschließlich Ihnen scheinen aber ohne bundespolitische Ambitionen zu sein. Warum nimmt man so wenig von Ihnen wahr?

Kraft: Da muss Zivilgesellschaft dagegen halten. Und wir müssen als Politiker verantwortungsvoll handeln und alle Politiker sollten ihre Worte wohl abwägen. Was wir nicht brauchen ist billige Polemik und damit Wasser auf die Mühlen rechtsradikaler Hetzer! Wir schaffen das. Die Flüchtlingsfrage ist eine Herausforderung, vor der wir stehen. Die reden wir nicht klein. Aber wir werden das schaffen.

Kraft: Ich gehe davon aus, dass Jochen Ott gewinnt. Er macht einen hervorragenden Wahlkampf. Unser Ziel ist, dass er dort Oberbürgermeister wird. Die CDU hat keinen eigenen Kandidaten oder eigene Kandidatin aufstellen können. Ich finde, das zeigt in aller Deutlichkeit das Großstadt-Dilemma der CDU. Wohl jeher aus taktischen Gründen unterstützen sie jetzt eine von den Grünen vorgeschlagene Kandidatin. Ich bin gespannt, wie die CDU-Wähler damit umgehen. In der rot-grünen Landeskoalition haben wir deshalb kein Problem miteinander.

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