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Silberner Golf stand in der Peterstraße

Das „verlorene Auto“ ist wieder da

Münster

Nach 24 Stunden ist der Golf von Eva-Maria König wieder aufgetaucht. Am Mittwochmorgen hatte sie das Fahrzeug im Südviertel geparkt – danach aber den Standort vergessen. Aufmerksame Bürger halfen bei der Suche nach dem „verlorenen Auto“ mit.

Von Martin Kalitschke

Glücklich, dass ihr Golf wieder da ist: Halterin Eva-Maria König (l.) mit Nachbarin Gabriele Grünkemeier am „Fundort“ Peterstraße im Südviertel. Foto: kal

Das „verlorene Auto“ ist wieder da! Am Donnerstagvormittag hat die Polizei nach Hinweisen von Bürgern die im Südviertel lebende Eva-Maria König informiert, dass ihr silberner VW Golf an der Peterstraße steht. Die pensionierte Lehrerin hatte ihn dort vermutlich am Mittwochmorgen abgestellt, dann aber den Standort vergessen. „Aus Schusseligkeit“, wie sie am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung lachend betonte.

Nachdem sie den Wagen vergeblich gesucht hatte, postete ihre Nachbarin Gabriele Grünkemeier die ungewöhnliche Vermisstenanzeige auf Facebook, diese wurde nach ihren Angaben mehr als 100 Mal geteilt. Auch unsere Zeitung berichtete über das „verlorene Auto“. Etliche Südviertel-Bewohner begaben sich daraufhin auf die Suche nach dem Pkw, berichtet Gabriele Grünkemeier. Danach gingen mehrere Hinweise bei der Polizei ein. „Die Anteilnahme hier im Viertel war wirklich groß“, betont die Nachbarin.

Auch die AWM halfen bei der Suche mit

Auch als die beiden Frauen am Donnerstagvormittag vor dem wiedergefundenen Auto standen, stoppten Passanten, die vom vermissten Golf in der Zeitung gelesen hatten und daher am Morgen mit besonders wachen Augen unterwegs gewesen waren. Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben zudem einen Anruf von den Abfallwirtschaftsbetrieben – die Besatzung eines Fahrzeuges hatte den Golf in der Peterstraße entdeckt.

Nachdem die Polizei Eva-Maria König informiert hatte, fuhr zunächst Gabriele Grünkemeier zum Fundort, dann holte sie die Halterin nach. Die zeigte sich erleichtert darüber, dass ihr zu diesem Zeitpunkt dick vereistes Auto nach rund 24 Stunden wieder aufgetaucht war.

In der Nähe befindet sich ihr Physiotherapeut. Da das Wetter am Mittwochmorgen ausgesprochen schlecht war, war sie nicht mit dem Rad, sondern mit dem Pkw unterwegs gewesen – so wie viele andere auch. Daher musste sie ihren Wagen in einer anderen Straße als sonst abstellen, „dort, wo ich ihn noch nie geparkt hatte“. Wie sie selbst habe auch die Nachbarin bei der gemeinsame Suche am Mittwoch die Peterstraße überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt.

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